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Achtsamkeit als Schlüssel für Präsenz

Lesezeit: < 1 Minute

Illustration von emotiontaste

Sanduhr

»Die Zeit verwandelt jede Zukunft durch den kurzen Augenblick der Gegenwart in Vergangenheit.

Das Leben ist wie eine Sanduhr: Jeder Moment ist ein Sandkorn.

Eins nach dem anderen rinnt in das untere Glas, in dem sich alles Erlebte auftut. Das obere Glas verbirgt seine Inhalte. Es hortet die ungeschriebene Zukunft, von der niemand weiß, wie viele Sandkörner sie noch birgt.

Seit sich kurz nach meiner Ankunft in Lima das schlichte Ticktack des Sekundenzeigers so tief in mein Bewusstsein eingrub, war das Spiel mit der Zeit ein Spiel gegen die Zeit.

8.640.000 Mal Tick.

8.640.000 Mal Tack.

Zweihundert Tage sind heute vorbei.

Sie füllen das untere Glas.

Mein Wunsch?

Die Sanduhr auf den Kopf stellen!«

Dieser Text ist ein Auszug aus meinem Buch Zwischen den Zeilen reisen. Fast zehn Jahre liegen zwischen diesen Worten und dem Heute – am 30. Juni 2010 endete mein zweiter Südamerika-Aufenthalt. Eine besondere und sehr prägende Zeit.

Was kann Achtsamkeit bewirken?

Heute weiß ich, dass Achtsamkeit der Schlüssel für ein tieferes Sein ist. Es ist ganz leicht, das eigene Leben zu verpassen: Wir sind in Gedanken verloren, nicht ganz bei der Sache oder auf dem Sprung. Unserer Zeit oft ein Stück hinterher oder voraus. Im Anhaften versuchen wir die Zeit anzuhalten, wollen zurückhaben, was schön war, oder überspringen, was unschön ist. Doch so funktioniert das Leben nicht.

Sind wir achtsam und präsent im gegenwärtigen Augenblick, haben wir in diesem Moment vollkommen gelebt. Sich ganz auf das Jetzt einzulassen, ganz gleich, was es bringt, macht lebendig und zufrieden.

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