Reisebuch: Zwischen den Zeilen reisen

Südamerikanische Reisegeschichten

Das Reisebuch „Zwischen den Zeilen reisen“ ist die Fortsetzung von „Schlaflos in der Regenzeit“. Eine Reiseerzählung in zwei Büchern über Lateinamerika mit sozialkritischem und begeistertem Blick für unsere (Um)welt.

Die Mischung aus Information und persönlichem Erleben vermittelt die Facetten einer Reise durch die Andenstaaten. Das Buch regt zum Nachdenken an und bringt zum Ausdruck, was weder ein Reiseführer noch eine Fotografie vermitteln kann: Das, was zwischen den Zeilen steht. Orte werden greifbar und das Empfinden eines Reisenden erlebbar.

Reisebuch über Südamerika

Inhalt: Teil II

In „Zwischen den Zeilen reisen“ geht es um das Reisen und um das Ankommen.

Während Machu Picchu die Stille erklärt und die Silbermine von Potosí das eigene Seelenleben aufreißt, relativiert der gigantische Sternenhimmel über der Atacamawüste die Größe des eigenen Selbst. An jedem Ort entstehen Bilder im Kopf des Lesers, sodass das Lesen von „Zwischen den Zeilen reisen“ zu einer realen Reise in den Zeilen wird.

Das Kapitel „Kulturschock Heimat“ beschreibt die Herausforderung des Ankommens in der Heimat: Was macht man mit all diesen Erlebnissen, die an der eigenen Innenwelt rütteln? Sie verarbeiten. Und dann versuchen, etwas zu verändern.

Bücher zum Nachdenken - Zwischen den Zeilen reisen

Information

Taschenbuch
Preis € 14.90 inkl. MwSt.
Zzgl. Versandkosten: (D) € 1.70 / Buch | ab insgesamt 3 Büchern kostenloser Versand
ISBN: 978-3-00-051755-6
227 Seiten
45 Illustrationen

Ein Blick ins Buch

Fair, nachhaltig und im Selbstverlag

Fair: Für jedes verkaufte Buch spende ich 1,- € an die Stadtrandarbeit in Leme (Brasilien). Dort habe ich sechs Monate lang gelebt und gearbeitet. | Nachhaltig: Meine Bücher werden aus recyceltem Papier produziert, das einer CO₂-neutralen Produktion entstammt und mit dem Blauen Umweltengel ausgezeichnet ist. | Im Selbstverlag: Ich veröffentliche meine Bücher im Selbstverlag und mit viel Herzblut. Jedes Buch geht durch meine Hände.

Hintergrund

Nach dem Abitur lebte und arbeitete ich ein halbes Jahr lang als Volontärin in Brasilien.

Vier Jahre später – im Jahr 2009 – kehrte ich nach Lateinamerika zurück, um als Physiotherapeutin in der Therapieeinrichtung Centro Vida Nueva am Stadtrand von Lima mit Kindern mit Behinderungen zu arbeiten. Im Anschluss bereiste ich Lateinamerika.

Diese Eindrücke habe ich in den Büchern „Schlaflos in der Regenzeit“ und „Zwischen den Zeilen reisen“ festgehalten.

Reisebuch Machu Picchu

Die im Buch beschriebene Reiseroute:

Reisebuch über Südamerika: Leseprobe

Faszinierende Andersartigkeit

Die Menschen, die uns passieren, faszinieren durch ihr andersartiges Aussehen: Sandalen aus Autoreifen, Stulpen aus Schafswolle, ein Rock und mehrere Unterröcke, darüber eine Schürze. Über die Strickjacke einen Poncho gehängt, minimalistisch­ mit einer Sicherheitsnadel befestigt. Den Hut tief ins Gesicht gezogen, verbleibt die Mimik ein Geheimnis.
Auf dem Rücken haben sie ein farbenfrohes Tuch gebunden, in dem sie ihre Kleinkinder oder Waren tragen. Hin und wieder wird der Look von einer viel zu großen Brille perfektioniert, durch die dunkle Augen oft grimmig, nur selten fröhlich in die Welt blicken.

Stille Geschichten

Rabenschwarzes Haar zu langen Zöpfen geflochten, sonnenverbrannte Haut. Falten könnten Geschichten erzählen, wenn sie mich nur zuhören ließen …
Die Augen sind fest zusammengekniffen. Starker, unantastbarer­ Blick unter gebückter Haltung geradeaus gerichtet. Zahn und Zahnlücke wechseln sich ab. Zerschlissene Hände zeugen von andauernder, körperlicher Arbeit. Fester Blick, starker Blick. Augen so dunkel, dass ich mich in ihnen verliere, verlieren möchte und manchmal nicht mehr wiederfinden will.

Schönheit und Distanz

Außergewöhnlich wirkt jede Person, wunderschön! Und ich glaube, sie wissen nicht darum. Ich bin fasziniert und interessiert. Doch immer ist ihr Mienenspiel Ausdruck von unüberwindbarer Distanz, von Unantastbarkeit. Eindringlich kann ich ihnen entnehmen, dass Hinschauen unerwünscht, Fotografieren verboten und Nähe nicht gewollt ist.

Ein Teil sein

So schafft mir meine größte Leidenschaft das größte Leiden, weil ich nicht ablichten darf, was mich fasziniert: Die Menschen. Ganz natürlich, einfach so wie sie sind.
Warum? Als Kompliment!
Weil ihre Gesichter Geschichten erzählen ohne Worte zu sagen; weil sie spannend und lebendig sind, möchte ich in aller Ruhe beobachten und mit dem Betätigen der Auslösetaste bis zum bestmöglichen Augenblick warten können, einen zweiten Versuch haben dürfen und Positionen ungestört wechseln können. Ich möchte den alltäglichen Konversationen lauschen und auf diese Art das wahre Leben der Campesinos kennenlernen. Nicht bloß distanziert von einer Bank Teil haben, sondern Teil sein. Wenn auch ein unsichtbarer, stiller, nicht fragender, ausschließlich­ zuhörender, staunender, lernender Teil.

Nur Gast

Doch meine Anwesenheit in ihrer Welt kann nicht tiefer vordringen als bis zur Anwesenheit.
Ich bin nur Gast, doch um sie zu erkennen, müsste ich bleiben.
Um sie zu fotografieren, müsste ich verweilen.
Mit meinen Fotografien möchte ich ihnen nicht die Seele ausziehen
– durch meine Fotografien möchte ich ihre Seele zeigen!

Die Schranken der Globalisierung

Doch zum Glück ist die Welt noch nicht bis in jeden Winkel ­globalisiert. Ich habe nur Angst, dass sie es eines Tages sein wird und es diese sonnenvergerbten, vom Leben geprägten Gesichter nicht mehr geben wird. Aber das sind egoistische Gedanken einer betüddelten Reisenden, die das einfache Leben verehrt, ohne selbst Kartoffeln zu säen, Felder zu bestellen oder etwas zu ernten. Das scheint in weiten Teilen mit meiner Generation auszusterben. Ich bedaure, aber ändere es nicht. Inkonsequentes Handeln, was ein Beklagen nicht gestattet.

Einsicht

Außerdem ist die Distanz, die uns entfremdet, schließlich das, was mich begeistert und deshalb ist es ironisch, sie überwinden zu wollen und damit das auszulöschen, was ich einfangen möchte.

(…)

Stimmen von Leser*innen zum Reisebuch „Zwischen den Zeilen reisen“

Wie schon nach Ihrem ersten Reisebuch haben Sie mich mit Ihrer wunderbaren Sprache begeistert mit auf die Reise genommen. Ihre Schilderungen haben so klare und deutliche Bilder vor meinen Augen entstehen lassen, dass ich glaubte, tatsächlich „vor Ort“ gewesen zu sein. Vielen Dank für Ihre sprachgewandten, lebendigen und zum Nachdenken ermunternden Reiseberichte! 

Ursel

Ein wunderbares Reisebuch, das mich sehr nachdenklich gemacht hat. Sie haben mich mit nach Machu Picchu genommen – auch dafür meinen Dank.

Frank

Welch eine schöne, bildreiche Sprache, mit der Sie den Blick auf’s eigentlich Wesentliche lenken. Ich bin begeistert

Reinhold

Ein Buch, das ich immer wieder in die Hand nehme und neue Freude am Leben spüre.

Gudrun

Mein absolutes Highlight 2018 was Reisebeschreibungen betrifft. Wir lieben und genießen deine „Wortakrobatik“.

Britta

Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem so viel drin steht.

Maria

Mit der Autorin begibt man sich auf eine außergewöhnliche Reise durch Teile Südamerikas. Mit allen Sinnen genießt der Leser Momente der verschiedensten zum Teil skurrilen Begegnungen. Taucht ein, in unbeschreibliche Naturlandschaften. Und gleichzeitig berührt die feingeistige Sichtweise der Autorin das Gelesene ganz tief im Inneren, ermöglicht einen Blick ins eigene Ich. Für anspruchsvolle Leser ist höchster Genuss garantiert.“

Renate

Ein ganz herzliches Danke schön für dieses gelungene Stück Reiseliteratur.

Claudia

» Es sind keine bloßen Beschreibungen in Form von Bildbeschreibungen oder eines kühlen Sachberichts, es sind Aufzeichnungen mit Kopf, Hand und Herz. (...) Die Reise führt den Leser nicht nur in die Höhe (Machu Picchu), Atacamawüste, sondern auch in die Tiefen der eigenen Seele. Das ist es, was das Reisebuch von vielen anderen ihres Genres unterscheidet. «
// G. Hirchenhain

Karten zum Reisebuch

Fernweh stillen, in andere Kulturen eintauchen, in Gedanken verreisen. Fotografien aus meinem Südamerikaaufenthalt und zu den Büchern „Schlaflos in der Regenzeit“ und „Zwischen den Zeilen reisen“.

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Ich veröffentliche meine Bücher im Selbstverlag. Das bedeutet, dass ich alles – vom ersten Buchstaben, über das Design, die Organisation des Drucks in einer kleinen Druckerei nahe meiner Heimatstadt Melsungen bis hin zum Vertrieb – selbst und mit viel Leidenschaft mache.
Jedes Buch geht durch meine Hände. Gern schreibe ich eine Widmung für dich oder die beschenkte Person ins Buch. Das kannst du mir im Bestellformular mitteilen.

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