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Machu Picchu

Machu Picchu: Geheimnisvoll und weltentrückt

12 Minuten Lesezeit

Machu Picchu: Die beeindruckende Inka-Stadt liegt auf 2360 Metern auf einem schmalen Bergsattel zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu und des namensgebenden Machu Picchu etwa vierhundert Meter über der Talsohle inmitten der Anden. 2010 habe ich die Kultstätte der Inka besucht. Dieser Tag war einer der schönsten, den ich erleben durfte. Viel Freude beim Lesen und gedanklichen Reisen.

Dieser Artikel ist ein Text aus meinem Buch Zwischen den Zeilen reisen – eine südamerikanische Reiseerzählung mit Impulsen für ein einfaches, nachhaltiges und gerechtes Miteinander in einer globalen Welt.

Übersicht

Aufstieg zu Machu Picchu

Laute, aufgeweckte Gespräche dringen durch die dünnen Zimmerwände und wecken mich tief in der Nacht: Es ist 3.00 Uhr. Vor Aufregung kann auch ich nicht wieder einschlafen und lausche eine Stunde den verschiedensprachigen Konversationen der Unbekannten. Nur wenig später verlassen wir unsere Unterkunft und schleichen durch die dunklen Straßen, in denen andere Touristen durch das Leuchten der Taschenlampen ihre Anwesenheit verraten.

Sandiger Boden unter unseren Füßen, die Milchstraße über unseren Köpfen. Sie galt bei den Inka als Spiegelbild des heiligen Tals, durch das der Río Urubamba fließt. Sein kraftvolles Rauschen zieht uns zu sich und erfüllt jeden Winkel der gegenwärtigen Welt, als wir den Fluss überqueren. Auf der anderen Seite ist die Nacht wieder still. Aguas Calientes, die Servicestadt von Machu Picchu, liegt hinter uns und nur wenige Schritte später glaube ich nicht mehr an ihre Existenz.

Magische Welt

Schwarze Nacht. Die Luft ist frisch und klar und der Himmel von einem gigantischen Sternenmeer überflutet. Im zarten Licht des Mondes tauchen allseits die markanten Silhouetten der steilen Berghänge auf, die von vereinzelten Schweifwolken berührt kraftvoll im unbewohnten Nichts schweigen.
Welch magische Welt …
Wir tauchen in den finsteren Wald ein und bewältigen den fast vertikalen Aufstieg über die unebenen, steinernen Treppenstufen, die die Inka einst errichteten. Der runde Schein der Taschenlampe erleuchtet den schmalen Pfad, den wir im dunklen Gestrüpp nicht finden würden. Das Holz knackt unter unseren Füßen, während das Rauschen des Urubambas mit jeder weiteren Stufe verstummt und wir nur wenige Worte wechseln. Alles andere wäre zu laut in jener unermesslichen Stille und weil der Atem auf 2300 Höhenmetern immer heftiger nach Sauerstoff lechzt, ohnehin ein Wort zu viel. Jeder für sich resorbiert, was der Augenblick bietet. Mehr als etwas Sichtbares, ist es ein Gefühl.

Der Hiram-Bingham-Moment

Wir schreiten weiter, immer höher, immer steiler den Berg hinauf. Allmählich erkennen die Augen die unregelmäßig gesetzten Steine, sodass der Körper, der an diesem Morgen keine Müdigkeit kennt, schneller einen Fuß vor den anderen setzt. Nach eineinhalb Stunden ist der Berg bezwungen. Als sich die Profile der ersten Inka-Gebäude­ vor dem mittlerweile farbenfrohen Himmel abzeichnen, fühle ich mich für einen kurzen Augenblick wie Hiram Bingham – dann sehe ich die Menschenmasse vor dem Eingangstor.
Vermutlich wollte jeder möglichst früh hier sein, um möglichst allein zu sein – früh sind wir alle, nur allein ist keiner.

Die Stille und der Zauber von Machu Picchu

Fühlen

Um sechs Uhr öffnet Machu Picchu seine Pforten und die Menschen verströmen sich in der alten Ruine, wie die Wassertropfen im Urubamba – sie alle sind da, aber sie alle gehen unter. Sie fügen sich dem großen Fluss und so ist es, als hätte ein jeder die alte Inka-Stätte in diesem Augenblick doch ganz für sich allein.
Ich bin überwältigt und begeistert, ergriffen und überrascht: Obwohl ich das sehe, was jede Fotoaufnahme von Machu Picchu ziert, fällt mein Blick doch auf ein anderes Motiv. Was ich sehe, wird nicht durch das bestimmt, was ich sehe, sondern durch das Gefühl, welches das Gesehene in mir hervorruft.
Grenzenlose Energie ist spürbar. Sie platzt förmlich aus etwas heraus, so als hätte jemand einen Luftballon aufgestochen. Etwas Göttliches liegt in der Luft. Niemand kann erklären, warum die Inka diesen Ort für den Bau von Machu Picchu wählten – dieses Gefühl reicht, um zu verstehen.

Die Kunst der Vergangenheit ist die Ästhetik der Gegenwart

Die unbewegten Bilder überschlagen sich, da mein Blick auf den Mauern und Terrassen, Bergen und Schluchten wild umherspringt, aus Angst, jemand könne den Zauber im nächsten Augenblick wieder auslöschen. In der Hoffnung, ein Foto könne diesen Moment einfangen, versuche ich die Gegenwart abzulichten. Doch bereits der Blick auf das Display zeigt, dass kein Abbild die Realität darlegen kann: Die Farben zu schwach, der Winkel zu klein, die Stille zu leise, die Distanz des Betrachters zu groß. Das entstehende Gefühl – viel zu kraftlos.

Fotografieren, was man nicht festhalten kann

Es ist der Versuch, den gesamten Ort und alles, was ihn unsichtbar umgibt, in meine kleine Kamera zu quetschen. Es ist ein vergeblicher­ Versuch. Deshalb reihe ich mich nur kurz in die Akustik der auslösenden Fotoapparate ein, die alle dieselbe Sprache sprechen, wenngleich ihre Besitzer von den unterschiedlichsten Flecken der Erde angereist sind, und verstaue meine Kamera im Rucksack. Alles andere wäre Kritik an der Realität und würde die Anmut der Schöpfung ohnehin verkennen. Denn jedes Foto zeigt nur eine verzerrte Wirklichkeit:
Es ist ein Abbild ohne Bild,
ein Antlitz ohne Gesicht,
ein Wesen ohne Seele,
ein Dasein ohne da Sein.
Eine Fotografie von Machu Picchu ist wie Tanzen ohne Musik.
Wer das versteht, der versteht Machu Picchu.

Ungekannte Stille

Menschen dokumentieren ihre Videoaufnahme, Vogelzwitschern, Unterhaltungen auf Spanisch, Französisch, Hebräisch, Deutsch und Japanisch. Flussrauschen und Flussrauschen, das hinter hohen Felswänden verstummt. Die Geräusche werden von einer mächtigen Stille umhüllt und schließlich verschluckt, als verschließe diese sie in einem Vakuum der Töne. Die Welt schweigt in einem so reinen, überwältigenden Klang, für den selbst das geschriebene Wort zu laut scheint. Es ist eine Stille, die eine Legasthenie für Töne hat. Sie löscht alle Assoziationen für Laute aus dem Gedächtnis und schenkt die friedvollste Stille, die ich je vernommen habe.

Vergangenheit und Gegenwart

Die Ursprünglichkeit der Natur und die Präsenz einer untergegangenen­ Kultur prallen radikal auf die globalisierte Welt und ihre moderne Technik. Ich taumle zwischen der Stille und den Geräuschen, zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und zwischen dem Selbst und der Umgebung, bis die Sonne aufgeht.

Sonnenkult und Sonnenaufgang über Machu Picchu

Inka bedeutet Sohn der Sonne. Am Anfang der Inka stand der Sonnengott Inti. Er hat das Volk erschaffen, war die Achse ihrer Welt und galt als universale Lebenskraft.
An diesem Morgen klettert Inti später als wir die steilen Felsen hinauf und erleuchtet zunächst die in der Ferne gelegenen, schneebedeckten Eisriesen der Cordillera Vilcabamba, die die Szenerie säumen, wie ein Rahmen das Bild. Machu Picchu, der alte Gipfel ruht im Schatten – der Hauptdarsteller betritt die Bühne zuletzt.
Die Sonnenstrahlen sind lebendige Wesen, die einen Tanz aufführen.
Sie hypnotisieren.
Es ist ein Liebesspiel zwischen Machu Picchu und Inti.
Eine Metapher der Sinnlichkeit.
Poesie pur,
die alles mit leidenschaftlicher Harmonie erfüllt.
Alles und jeder ist still und betrachtet das Spiel der aufgehenden Sonne.
Schließlich hat sie es geschafft:
Der Scheinwerfer ist auf Machu Picchu gerichtet.
Die Menschen applaudieren,
ich schließe meine Augen.
Es ist Tag.

Sonnenaufgang über Machu Picchu
Lichtspiel

Huayna Picchu

Der Huayna Picchu, der junge Gipfel, thront dreihundert Meter über der Stadtanlage und ziert meist nur den Hintergrund des populären Postkartenmotivs.­ Beim Tempel des heiligen Felsen müssen sich alle Besucher registrieren, denn aufgrund der ungesicherten Pfade kehrt nicht jeder zurück. Die Besucherzahl ist zudem auf vierhundert beschränkt.

Herausfordernder Aufstieg

Schon nach wenigen Metern werden die in den Felsen gehauenen Stufen enger, unebener und höher. Manche sind nur einen Fuß breit, dafür einen halben Meter hoch, und die letzten dreißig Meter führen nahezu senkrecht in die Höhe. Dem Blick nach unten folgt eine heftige Adrenalinausschüttung: Ohne Brüstung fallen die Felswände, teilweise unmittelbar neben den Stufen, fast ­sechshundert Meter in die Tiefe. Doch den Weg zurück nach unten gibt es erst, wenn ich oben war. Die Aussicht auf jene Aussicht denkt gar nicht ans Umkehren. Unweit vom Gipfel entfernt, krabbeln wir durch einen schmalen Felstunnel, der die Besucher noch einmal selektiert – die Dickeren müssen einen Umweg nehmen und weitere, herausfordernde­ Stufen bewältigen.

Tiefe Schluchten beim Aufstieg zu Huayna Picchu

Blick auf Machu Picchu

Oben angekommen, verzaubert ein atemraubender Ausblick: Machu Picchu zu unseren Füßen, grünbewaldete Berghänge so weit das Auge reicht, und in der Tiefe windet sich der Río Urubamba geräuschlos und bloß noch als feiner Strich erkennbar um den Felsen. Während sein tosendes Geräusch vor wenigen Stunden meine Welt erfüllte, scheint er nun schweigend und fast bewegungslos an den Grund gezeichnet.

Die besondere Lage von Machu Picchu

Mit meinem Blick wandere ich den gestrigen Weg zurück und kann kaum glauben, dass die Inka-Stadt von nur wenigen Stellen des Tals auszumachen ist. Hier oben wird ihre einzigartige Lage noch deutlicher: Zu drei Seiten, in Richtung Norden, Westen und Osten, fallen die Steinwände unüberwindbar steil, fast senkrecht in die Tiefe. Die Inka konnten das gesamte umliegende Tal kontrollieren.
Auch wenn man nicht genau weiß, wofür Machu Picchu errichtet wurde, ist klar, dass man hier oben sicher war.

Machu Picchu

Meisterwerk der Architektur

Etwa vierhundert Meter über der Talsohle, auf einem schmalen Bergsattel zwischen den Gipfeln des Huayna Picchus und des namensgebenden Machu Picchus gelegen, ruht die beeindruckende Stadt auf 2360 Metern.

Blick vom Huayna Picchu auf Machu Picchu

Machu Picchu gliedert sich in eine Ober- und in eine Unterstadt, die sich auf etwa eintausend Meter Länge und fünfhundert Meter Breite in vierzehn Sektoren gliedern. Zur Oberstadt zählen das Palastviertel, das königliche Mausoleum und der Sonnentempelturm mit seinen drei trapezförmigen Nischen, durch dessen mittleres Trapez zur Sommersonnenwende am 21. Juni der Strahl der Sonne in eine Wandvertiefung fällt. Ferner das Tempelviertel mit dem Intihuatana als höchsten Punkt. In der Unterstadt finden sich das Speicher­viertel sowie die Wohnviertel für Intellektuelle, Handwerker, Landwirte und der Gefängnisbereich.
Ausschließlich auf Terrassen errichtet, konstruierten die Inka insgesamt mehr als zweihundert Gebäude, Paläste und Tempel. Die Anlage gilt jedoch nicht als vollendet. Trotzdem ist Stein in Stein alles verzahnt. Nichts fällt herunter.

Die Steinkunst der Inka

Obwohl die Inka weder das Rad kannten noch über Zugtiere oder Eisenwerkzeug verfügten, schafften sie die enormen Granitblöcke­ aus den Steinbrüchen der Umgebung auf den Berg hinauf. Mithilfe von Tauen haben sie diese über weite Strecken gezogen. Millimetergenau­ bearbeitet, passen sie so perfekt ineinander, dass nicht einmal ein Haar dazwischen Platz fände.

Gesellschaftliche Struktur der Inka

Die Architektur der Anlage spiegelt zudem die dreiteilige gesellschaftliche Struktur wider: Die Häuser, Tempel und Paläste der Adligen weisen eine viel höhere Präzision und Schönheit auf als die Wohnviertel der Gelehrten. Diese unterscheiden sich wiederum von den Häusern und Terrassen der Bauern, welche den landwirtschaftlichen Bereich darstellten.

Terrassenanlagen der Inka

Wasser galt als heiliges Element

Die Stadtviertel sind zwar voneinander getrennt, aber durch Treppen und den Fluss des Wassers miteinander verbunden. Das Wasser war bei den Inka ein heiliges Element. Sie konstruierten Kanäle, die das aus den Bergen geleitete Wasser dreier Quellen auf sechzehn Brunnen verteilten. Jenes ausgetüftelte Bewässerungs­system funktioniert noch heute.

Terrassenanlagen

Den Bedarf an landwirtschaftlichen Erzeugnissen sicherten die Inka mithilfe der Terrassenanlagen, die sie mit der fruchtbaren Erde des Urubamba-Tals füllten. Auf kleinstem Raum erzeugten sie Ackerland in der Größe mehrerer Fußballfelder.
Weltentrückt, geheimnisvoll und zu großen Teilen unbegreiflich, ist Machu Picchu ein Meisterwerk der Stadtplanung und Architektur – und aus jedem Winkel ein überwältigender Anblick.

Machu Picchu Weltwunder

Immer mehr Busse treffen ein, die die Tagestouristen über die asphaltierte Serpentinenstraße zum Eingangstor hinaufchauffieren. Sie fahren im Stundentakt und immer wenn in Aguas Calientes ein Zug eingetroffen ist. Täglich besuchen etwa zweitausend Personen Machu Picchu. In der Hauptsaison sind es noch mehr. Die Inkastadt zählt seit 1983 zum UNESCO-Welterbe und seit 2007 zu den neuen sieben Weltwundern.

Machu Picchu-Tourismus

Zugang begrenzen?

Die UNESCO gab den Anstoß, den Zugang zu limitieren, doch der Wirtschaftsfaktor scheint zu gewichtig: Zugfahrt, Unterkunft, Verpflegung, Eintritt, Souvenirs sowie An- und Abreise – da kommt einiges zusammen, was sich ein Schwellenland wie Peru nicht nehmen lässt. Vielmehr wird, auch aufgrund der immer wiederkehrenden Erdrutsche und den damit verbundenen Reparaturmaßnahmen der Hiram Bingham Straße, über den Bau einer Seilbahn nachgedacht.
Aber darüber will ich heute nicht nachdenken. Die touristische Inszenierung war der Grund, warum ich nicht herkommen wollte, doch zu meiner Überraschung nehme ich sie gar nicht wahr. Es mag sein, dass das ignorant und heuchlerisch oder entrückt und geistesabwesend ist, aber sie hindert mich nicht daran, die Ursprünglichkeit von Machu Picchu zu erfahren. Es scheint, als sei die Magie der alten Kultur stärker als die Vermarktung der Neuzeit.

Blick auf Huayna Picchu
Blick auf Machu Picchu

Kraftort Machu Picchu

Auf Machu Picchu ist die Magie in der Luft so real, als könne man sie beinahe greifen. Angeblich sollen sich die Kraftplätze alter Hoch­kulturen auf den Kreuzungspunkten der Gitternetzlinien unseres Planeten befinden – Machu Picchu ist ein solcher Kraftort. Eine Quelle guter Energie, die das Gefühl von Erschöpfung nicht aufkommen lässt.

Abschied von Machu Picchu

Wir sind die letzten, die die verlorene Stadt der Inka an die Nacht überreichen, ehe der Mensch ihre Tore wieder schließt. Während sich Inti mit einem malerischen Lichtspiel ­verabschiedet, verabschiede ich mich von Machu Picchu. Wiederkommen werde ich wohl nicht. Machu Picchu wäre anders. Machu Picchu ist an jedem Tag anders. Die Konturen sind gegeben, doch ausgemalt werden diese von den Menschen, Begegnungen und Augenblicken. Ein jeder Tag zeichnet neu. Mein Bild zeigt ein unverbesserliches Motiv. Ohne den Wunsch, auch nur ein kleines Detail verändern zu wollen, empfinde ich es als vollkommen.
Dann bettet sich die Ruinenstätte im Schatten der Nacht.
Machu Picchu ist eine Wunderlandschaft.
Voller Magie und von Friede erfüllt.
Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
Märchenhaft, wenn es nicht so real wäre.

Machu Picchu im Abendlicht

Abstieg

Der dunkle Wald trägt die noch verbliebenen Touristen nach unten, während der Himmel aus den bunten Farben ein schlichtes Schwarz mischt, als spule er eine alte Kassette zurück. Glühwürmchen erleuchten den Weg, die Taschenlampe verbleibt im Rucksack. Ihr Schein wäre zu viel Schein – wir wollen nur Natur.

Als wir das Tal erreichen, sind die Sterne und der Mond schon am Nachthimmel platziert, der Urubamba ist wieder in Bewegung und erfüllt mit seinem tosenden Geräusch den Augenblick, als wir die Brücke überqueren. Dann sind wir zurück und es ist, als wären wir nie fort gewesen, dabei fühlt es sich an, als war ich Wochen unterwegs.

Landung auf irdischem Boden

Mit roten Wangen und beseelt leuchtenden Augen erreichen wir den Mercado Central, wo grelles Neonlicht, lautstarke Musik und ein lebendiges Treiben mich auf irdischen Boden zu landen versuchen. Aber irgendwie bin ich irgendwo da oben hängen geblieben.
Dennoch weckt die Zivilisation auch den zivilisierten Teil meines Selbst: Der holprige Landungsversuch macht mich unversehens mit meiner eigenen Erschöpfung vertraut. Erst jetzt bemerke ich, dass ich hungrig und müde bin und dass die Sonne tiefe Spuren in mein Gesicht gebrannt hat.

Stille und Dankbarkeit

Achtzehn Stunden später liege ich wieder in meinem Bett. Wo mich vor zwei Tagen das Geräusch der Ameisen und Spinnen begleitete, wo heute Morgen laute Gespräche widerhallten, herrscht an diesem Abend eine Stille, die aus meinem Inneren resultiert. Die Welt um mich herum spricht in anderen Sprachen, aber sie verstummt vor den Toren meiner Ohren.
Jetzt weiß ich: Machu Picchu muss man nicht sehen wollen. Man muss den Ort erleben. Denn er lebt, obwohl er totgesagt ist. Wenn man ganz still ist, hört man ihn atmen.

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