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	<title>Interviews Archive - einfachachtsam.de</title>
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		<title>Wenn Digitales zu viel Platz einnimmt – mein Interview in der HNA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Dec 2022 18:49:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitale Achtsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich der Veröffentlichung meines Buches &#8222;Achtsam oder abgelenkt?&#8220; hat die HNA ein Interview mit mir geführt, das Ende Dezember 2022 veröffentlicht wurde. Vielen Dank an Barbara Kamisli für das Gespräch. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/wenn-digitales-zu-viel-platz-einnimmt/">Wenn Digitales zu viel Platz einnimmt – mein Interview in der HNA</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p><span class="_aacl _aaco _aacu _aacx _aad7 _aade">Anlässlich der Veröffentlichung meines Buches &#8222;Achtsam oder abgelenkt?&#8220; hat die HNA ein Interview mit mir geführt, das Ende Dezember 2022 veröffentlicht wurde. Vielen Dank an Barbara Kamisli für das Gespräch.</span></p>								</div>
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									<p>Fürs neue Jahr nehmen sich viele Menschen vor, alte Gewohnheiten abzulegen oder Dinge bewusster anzugehen. Warum sich das auch für den Umgang mit dem Smartphone lohnen kann, darüber sprachen wir mit Johanna Katzera. Die 37-jährige Melsungerin arbeitet als Gesundheitscoach auf Sylt, bietet <a href="https://einfachachtsam.de/seminare/">Achtsamkeitsseminare</a> an und hat gerade ein <a href="https://einfachachtsam.de/buecher-zum-nachdenken/buch-achtsam-oder-abgelenkt/">Buch zum Thema</a> veröffentlicht.</p><h3><strong>Frau Katzera, sind Smartphones eher Segen oder eher Fluch?</strong></h3><p>Ich bin auf keinen Fall jemand, der Smartphones verteufelt. Sie sind wunderbare Hilfsmittel und helfen uns, uns miteinander zu vernetzen. Allerdings ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, wie und wann wir sie nutzen. Sonst rutschen wir schnell in eine Daueralarmbereitschaft.</p><h3><strong>Inwiefern ist das problematisch?</strong></h3><p>Ein Smartphone kann auch zu einer totalen Entgrenzung im negativen Sinne führen. Die Phasen von Entspannung und Anspannung geraten aus dem Gleichgewicht, wenn wir keine Pausen mehr haben. Das macht etwas mit uns.</p><h3><strong>Was denn zum Beispiel?</strong></h3><p>Der Stress erreicht ein Grundlevel und so, wie wir unsere Geräte nicht mehr herunterfahren, schaffen wir es nicht mehr den Stress abzubauen. Auch die Fähigkeit sich auf etwas längere Zeit zu konzentrieren, lässt nach, wenn wir uns mit dem Griff zum Handy immer wieder herausreißen aus einer Tätigkeit. Der Schlaf, der eigentlich zur Regeneration dienen soll, leidet. Es entwickelt sich eine regelrechte Spirale. Denn wer schlecht schläft, hat auch Schwierigkeiten sich zu konzentrieren.</p><h3><strong>Würden Sie sagen, da hat sich die Technik schneller entwickelt, als wir unser Verhalten und den Umgang damit anpassen konnten?</strong></h3><p>Durch ständige Verfügbarkeit werden wir ins Außen gezogen – in die Welt und die Leben der anderen – und verlieren dadurch die Achtsamkeit und das Bewusstsein für uns selbst. Das ist es, worauf ich auch mit meinem Buch aufmerksam machen möchte. Wenn das Digitale immer mehr Platz einnimmt, rückt das Analoge in den Hintergrund. Dabei sind es die direkten Begegnungen und Gespräche, die glücklich machen.</p><h3><strong>Welche Möglichkeiten gibt es, der Spirale zu entkommen?</strong></h3><p>Das eigene Verhalten nachhaltig zu verändern ist sehr schwer, aber möglich. Ein Anfang ist, sich klar zu machen, wann und wofür ich mein Smartphone nutze. Jeder muss für sich überlegen, ob das in der Situation gerade wichtig ist oder welchen Vorteil die Nutzung bringt. Es hilft sicher auch, sich klar zu machen, dass viele Anwendungen so konzipiert sind, damit wir möglichst viel Zeit damit verbringen.</p>								</div>
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									<p>Mein Buch &#8222;<a href="https://einfachachtsam.de/buecher-zum-nachdenken/buch-achtsam-oder-abgelenkt/">Achtsam oder abgelenkt?</a>&#8220; informiert über Hintergründe und Zusammenhänge der Anziehung digitaler Medien, stärkt das Bewusstsein für den Wert unserer Aufmerksamkeit und gibt Anregungen für eine gesunde Nutzung.</p><p>Das Thema ist auch Bestandteil meines <a href="https://einfachachtsam.de/seminare/">Achtsamkeitseminars auf Sylt</a>.</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/wenn-digitales-zu-viel-platz-einnimmt/">Wenn Digitales zu viel Platz einnimmt – mein Interview in der HNA</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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		<title>Krikelakrak – 10 Fragen an Nicki Pollmeier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2022 15:24:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nicki Pollmeier ist die kreative Seele hinter krikelakrak. Sie erstellt Illustrationen und lässt bunte Buchstaben zu Texten werden, die Bedeutung haben. Ich durfte ihr zehn Fragen rund um ihre Geschichte, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/krikelakrak/">Krikelakrak – 10 Fragen an Nicki Pollmeier</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p>Nicki Pollmeier ist die kreative Seele hinter krikelakrak. Sie erstellt Illustrationen und lässt bunte Buchstaben zu Texten werden, die Bedeutung haben. Ich durfte ihr zehn Fragen rund um ihre Geschichte, Kreativität und Leidenschaft stellen. Herzlichen Dank, liebe Nicki, und allen Leser*innen viel Freude beim Eintauchen in eine lebendige, bunte Welt.</p>								</div>
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									<h3>Liebe Nicki, stell dich in drei Sätzen vor: wer bist du, was machst du und was treibt dich an?</h3><p>ICH BIN bunt, kreativ, fantasievoll, ehrlich, sensibel, gerechtigkeitsliebend und sehr leidenschaftlich!<br />ICH MACHE Illustrationen und lasse schöne gemalte Buchstaben zu Texten werden, die Bedeutung haben.<br />MEINE INTENTION ist es, mit krikelakrak, also meinen Werken und Worten die Welt ein bisschen bunter zu machen, Herzen zu berühren und mitzureißen.</p><h2>Achtsamkeit beim Schaffensprozess</h2><h3>Hast du schon immer eine Liebe zu bunten Buchstaben, besonderen Zeichnungen und schönen Worten?</h3><p>Seit ich denken kann, liebe ich Farben und Formen, liebe es kleine Zeichnungen und große Bilder zu malen. Ich habe schon in der Schulzeit Lehrer:innen und Schüler:innen karikiert und lustige Comics in die Hefte gekrikelt, anstatt dem meist langweiligen Unterricht zu lauschen. Zuhause malte ich mir dann die Seele vom Leib, großflächig, experimentierte mit Farben, Formen, Ausdruck, abstrakt, von der Leber weg. Beim Malen bin ich maximal achtsam – ich höre immer dabei Musik, die meine Stimmung verstärkt, konzentriere mich auf das, was ich fühle, wähle intuitiv die Farben und stelle mein Innerstes dar. Das Schönste: wenn ich einen Song höre, kann ich später sehen, wie und was ich dazu gemalt habe. Er hält die Erinnerung fest. Wie ein Foto. Nur Musik und Farben.</p><p>Zum „Schönschreiben“ hat mich meine Mutter gebracht, die rigoros meine krakeligen Texte in der Grundschule durchstrich, damit ich sie neu und dann schöner schrieb, ich musste seitenweise Schlaufen und Bögen üben, damit meine Schrift schöner würde als ihre. Heute bin ich ihr dankbar! 😉 Später schaute ich auch nach anderen schönen Handschriften, übte neue Buchstaben und optimierte meine i-Punkte und Schnörkel. Mein Opa war Schriftsetzer und hat mir als Erster das Gestalten und Setzen von Text, dem goldenen Schnitt und schöne Buchstaben gezeigt. Ich liebe Buchstaben und Worte und vor allem, WAS ich mit ihnen ausdrücken und dass ich damit berühren kann.</p><p>Nicht nur der Inhalt, sondern auch wie und wo die Worte und Buchstaben präsentiert werden, erzeugen den Ausdruck des Ganzen. Hach, ich könnte wahrscheinlich stundenlang darüber schreiben…</p><h2>Über Leidenschaft, Berufung &amp; Beruf</h2><h3>Wie und wann ist die Idee für krikelakrak entstanden?</h3><p>Ursprünglich wollte ich Kunst oder Grafik studieren, aber letztlich bin ich einen anderen finanziell sicheren Weg gegangen. Während meiner Elternzeit wurde die Zeit für Malen mit Farben auf Leinwänden zu knapp, aber ich genoss es, mit meinen Kindern zusammen am Tisch zu sitzen und ihre Zeichenwünsche zu erfüllen, während sie krikelten. „Malst du mir einen Hund? Oder ein Rotkehlchen?“ Wir saßen andauernd mit unzähligen bunten Stiften und Farben gemeinsam am Tisch und ich kreierte kleine Buttons, Karten, gestaltete Thermobecher und bemalte Steine. Irgendwann überlegte ich mit meiner lieben Freundin Kerstin, die Grafikerin ist, wie ich meinen Traum künstlerisch beruflich tätig zu sein, umsetzen könnte. Ein Name musste her. Kerstin wusste sofort, du machst doch krikelakrak! DA IST ER, mein Name! Auf Facebook entstand meine Seite „krikelakrak“ und ich hatte meine Galerie, in der ich „meine Kunst“ zeigen konnte. Ich zeichnete fast täglich kleine blondgelockte Nickis mit blauweißgestreiften Shirts, die zu meinem Markenzeichen wurden. Ich habe Kinderbücher illustrieren dürfen, Logos gestaltet, große und kleine Aufträge erfüllt. Später kam Instagram dazu und meine Galerie ist mittlerweile wunderbar gut besucht, in der ein toller Austausch, eine warme Atmosphäre und die Möglichkeit besteht, in meinem Shop Motive für den Eigendruck zu kaufen. So kann sich jeder sein Lieblingskrikelakrak direkt und nachhaltig auf seinen Lieblingsuntergrund drucken lassen.</p><h2>Zeichnen ist wie Atmen</h2><h3>Woraus schöpfst du die Kreativität für dein Tun?</h3><p>Aus dem Leben, aus dem, was ich wahrnehme, höre, sehe und fühle. Und ich nehme viel wahr. Es ist wie Atmen: ich nehme die Eindrücke auf und krikel sie wieder aus. Wichtig für mich ist Freiheit zu haben, ins Grüne blicken zu können und morgens barfuß über das taunasse Gras zu laufen, das Fell meiner Hunde zu streicheln und die Hühner gackern zu hören.</p><h2>Kreativität als Selbstfürsorge</h2><h3>Du hast einen bunten Alltag mit Partner, Kindern, Haustieren und einer nebenberuflichen Selbständigkeit. Wie hältst du in deinem Alltag ausreichend Zeit und Raum für Kreativität bereit?</h3><p>Ich lebe in wilder Ehe mit Superman, meinen 2 und seinen 2 Töchtern, 2 Hunde, 6 Hühner und 4 Wachteln in der Villa Kunterbunt. Ich habe aktuell eine 70 % Stelle, in der ich mit Daten und Zahlen jongliere. Zeit für mich kommt also nicht geflogen, dafür muss ich mich entscheiden. Manchmal sind es nur kleine Ideen und Gedanken, die ich notiere und skizziere, in diesem Jahr sind es aber täglich mehrere Stunden. Diese Zeit investiere ich in mich, weil sie mir gut tut und meiner Seele Raum gibt!  Aus meiner Kreativität entspringt so viel Energie, die mich zusammenhält und tiefe Zufriedenheit schenkt.</p><h2>Die Ideenvielfalt hinter krikelakrak</h2><h3>Hast du ein Ritual, dass dir hilft in den künstlerischen Flow zu kommen? Greifst du täglich zu Farbe, Pinsel oder Stift?</h3><p>Nein, ich habe mich dieses Jahr entschieden selbstbestimmt zu arbeiten, d.h. keine Aufträge mehr anzunehmen und meinem Bauchgefühl zu folgen. Mein Kopf ist voller Ideen. Immer. Wie kleine bunte Blasen schweben diese um mich herum. Manchmal sind sie ganz ungeordnet und ich muss sortieren, aussortieren und dafür sorgen, dass einige sich entladen können. 😊 Es ist ein Gefühl, dem ich auch nachgeben muss. Täglich.</p><h2>Illustrationen mit Botschaft</h2><h3>Hast du selbst eine persönliche Lieblingsillustration oder ein Lieblingszitat von dir?</h3><p>In allem, was ich mache, steckt immer ganz viel Herzblut, von daher ist die Entscheidung schwierig.<br />Ich liebe alle meine Illustrationen sehr, diese ganz besonders: Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.<br />Und hinter den Sprüchen und Zitaten, die ich lettere, steckt wohl immer eine Botschaft: Man bekommt die Welt nicht besser gemeckert! Und: Wir können jeden Tag aufs Neue entscheiden, welchen Einfluss wir auf diese Welt ausüben möchten. (Jane Goodall)</p><h2>Achtsamkeit als tägliche Begleitung</h2><h3>Welche Rolle spielt die Achtsamkeit in deinem Leben?</h3><p>Auch das könnte ich mit einem Spruch beantworten: Open your heart and let love rush in from all corners of the universe.<br />Da ich viel fühle und wahrnehme, ist es für mich ganz wichtig achtsam zu sein, um mich auf eine Sache zu konzentrieren und anderes auszublenden. Ich bin immer barfuß, um den Boden unter den Füßen zu spüren und bei mir sein zu können, gehe bewusst morgens eine Runde über den feuchten Rasen, lausche den Vögeln, ich meditiere unregelmäßig, spiele Klavier und beim Zeichnen/Malen versinke ich komplett und zentriere mich.</p><h3>Kurz und knapp – deine besten Tipps für ein kreatives und buntes Leben:</h3><p>Es gibt überall Buntes für die, die es sehen möchten.<br />Es gibt überall Gutes für die, die ihre Sinne darauf ausrichten.<br />Also: Augen auf, lass dich inspirieren, geh in die Natur, in Museen oder in Galerien (auch Instagram ist eine), schau nach innen.<br />Und dann sei ein neugieriges Kind, probier aus, schau dir Tutorials an, mach Coachings, habe Spaß dabei und sei bunt!</p><h2>Gutes Netzwerk</h2><h3>Liebe Nicki, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst.<br />Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchten, wo finden sie dich?</h3><p>Du findest mich, wenn du nach „krikelakrak“ suchst 😉<br /><a href="http://www.instagram.de/krikelakrak" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a><br /><a href="http://www.facebook.de/krikelakrak" target="_blank" rel="noopener">Facebook</a><br /><a href="https://krikelakrak.de/" target="_blank" rel="noopener">Mein Shop</a></p>								</div>
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									<h2>Nicki Pollmeier</h2><p><strong>Nicki Pollmeier </strong>karikiert und krickelt schon von Kindheit an. Heute erstellt sie Illustrationen und lässt schöne gemalte Buchstaben zu Texten werden, die Bedeutung haben. Ihre Intention ist es, mit krikelakrak die Welt ein bisschen bunter zu machen und Herzen zu berühren.</p>								</div>
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		<title>Minimalistisch leben – 10 Fragen an Verena Schürmann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2022 10:26:39 +0000</pubDate>
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									<p>Minimalistisch leben: Seit acht Jahren führen Verena Schürmann und ihre Familie ein Leben, das sehr minimalistisch und nachhaltig ausgerichtet ist. Auf ihren Kanälen und in diesem Interview inspiriert sie mit Einblicken in ihre minimalistische Lebensweise und macht Mut, das eigene Leben zu vereinfachen. Viel Freude beim Lesen und herzlichen Dank für deine Zeit und Gedanken, liebe Verena.</p>								</div>
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				Übersicht			</h4>
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									<h3>Liebe Verena, stell dich in drei Sätzen vor: Wer bist du, was machst du und was treibt dich an?</h3><p>Hallo zusammen! Mein Name ist Verena Schürmann (41), ich bin Buchautorin, YouTuberin und Content Creatorin. Seit acht Jahren ist der Minimalismus Teil unseres Lebens als Familie und hat so einiges für uns zum Positiven verändert. <strong>Die Leichtigkeit des minimalistischen Lebens möchte ich an andere Menschen weitergeben und dabei gleichzeitig mit Klischees aufräumen.</strong></p><h2>Persönliche Definition von Minimalismus</h2><h3>Auf Instagram schreibst du „Minimalismus ist mehr als nur Ausmisten!“ <br />Was ist Minimalismus für dich?</h3><p>Minimalismus bedeutet für mich nicht nur Ausmisten, weil einfach so viel mehr dahinter steckt. Es ist die <strong>Reduzierung auf das Wesentliche, bewusster Konsum, Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben</strong> wie Familie, Freunde und Hobbys, Achtsamkeit mit sich, der Natur und Umwelt. Was macht mich glücklich? Was brauche ich zum Leben?</p><h2>Minimalistisch leben: Vorteile</h2><h3>Was ist deine Motivation für eine minimalistische Lebensweise und was gibt dir diese zurück?</h3><div dir="ltr"><strong>Meine Motivation ist, dass ich mich um weniger Dinge kümmern muss, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Platz, weniger Ablenkung und mehr innere Ruhe dadurch gewinne.</strong> Was soll ich sagen, ich wurde vom minimalistischen Leben nicht enttäuscht! Gerade den Faktor Zeit haben wir als Familie sehr stark zu spüren bekommen, bereits nachdem anfangs nur der Keller leer war. Wir konnten es selbst erst nicht glauben, wieviel Zeit doch ungenutzter Kram in Anspruch nimmt.</div><h3> </h3><h2>Was darf bleiben?</h2><h3>Gibt es materielle Dinge, die du nicht aussortieren würdest, und wenn ja, warum nicht?</h3><p>Eigentlich nicht. <strong>Materielle Dinge bedeuten mir nicht mehr so viel wie früher.</strong> Natürlich mag ich gewisse Sachen, eigentlich alles von dem was wir noch haben. Schließlich trägt es für mich zum Wohlbefinden bei, Dinge um sich zu haben die man gerne mag. Alles andere kommt uns nicht mehr ins Haus oder wurde aussortiert. Man muss sich nicht mit Plan B zufrieden geben, habe ich gelernt. Plan A dauert nur manchmal etwas länger oder erledigt sich irgendwann von selbst. <strong>Was ich mitnehmen würde, wenn es brennt, wäre ein Ring meiner verstorbenen Mutter, ein besonderes Erbstück.</strong></p><h2>Minimalistisch Leben: Der Einstieg</h2><h3>Wo und wie fängt man am besten an, wenn einen der Überfluss, die vollen Schubladen oder die Kisten im Keller überfordern?</h3><p>Erstmal nicht zu viel vornehmen! Druck und Stress sind da ganz fehl am Platz beim Aussortieren. Wenn die Motivation und genügend Zeit vorhanden sind, dann <strong>einfach anfangen! Am besten mit einem kleinen Bereich wie einer Schublade, wo keine emotionalen Dinge lagern.</strong> Manchen Menschen fällt auch das Ausmisten im Kleiderschrank leicht, jemand anderem vielleicht eher die Kosmetik. Wenn die Motivation fehlt, nach Gleichgesinnten suchen. Auf Social Media gibt zum Beispiel oft <a href="https://einfachachtsam.de/minimalismus-challenge-interview-mit-kristina/">Ausmist-Challenges</a>, bei denen man kostenlos mitmachen und sich austauschen kann.</p><h2>Der gute Beitrag eines minimalistischen Lebens</h2><h3>Minimalismus, bewusster Konsum und Nachhaltigkeit hängen untrennbar zusammen – was können wir tun, um durch das eigene Handeln einen Beitrag für eine gute Gesellschaft zu leisten?</h3><div dir="ltr">Der wichtigste Punkt ist wohl, dass man sich vor jedem neuen Kauf die Frage stellt: <strong>Brauche ich das WIRKLICH?</strong> In den meisten Fällen finden wir die Sachen einfach nur schön, wollen uns vielleicht an einem schlechten Tag damit trösten oder glauben an ein Schnäppchen. <strong>Weniger Konsum bedeutet, weniger Ressourcen zu verbrauchen, somit die Umwelt weniger zu belasten durch Rohstoffab- und Anbau, Verarbeitung, Herstellung, Lagerung und Versand der Produkte.</strong></div><div dir="ltr">Niemand ist perfekt und es gibt keine perfekte nachhaltige Lebensweise. Aber <strong>wenn nur jeder von uns kleine Schritte im eigenen Tempo in die richtige Richtung geht, können wir zusammen viel erreichen!</strong> Das fängt mit dem eigenen <strong>Einkaufsbeutel an, weniger Plastikkonsum, weniger unnötige Dinge kaufen, mehr mit dem Rad fahren oder auf Secondhand zurückgreifen. </strong></div><h3> </h3><h2>Minimalistisch leben mit Routinen</h2><h3>Gute Gewohnheiten sind der Schlüssel, um unsere Wünsche und Ziele zu realisieren.<br />Gibt es eine Routine, die du täglich praktizierst, um die innere und äußere Klarheit zu bewahren?</h3><p>Auf jeden Fall mein Tee am Morgen, am liebsten im Garten, für den ich mir viel Zeit nehme um entspannt in den Tag zu starten. Danach geht es mit äußerem Aufräumen weiter wie Staubsaugen und Wäsche waschen, bevor ich mich an die Arbeit setze. Mittags mache ich eigentlich immer eine kleine Meditation, um auch im Inneren aufzuräumen. Sport gehört für mich auf jeden Fall dazu, um abzuschalten und neue Energie zu tanken. Die Spaziergänge mit unserer Hündin sind ebenfalls kleine Auszeiten im Alltag, die ich sehr bewusst genieße.</p><h2>Inspirationsquelle</h2><h3>Ein gutes Buch, ein spannender Podcast, ein bleibendes Zitat, ein Lieblingslied – es gibt viele Inspirationsquellen.<br />Was inspiriert dich und wie bewahrst du es auf?</h3><p>Meine Inspirationen bewahre ich nicht zu Hause auf, sondern <strong>in der örtlichen Bücherei</strong>. <a href="https://einfachachtsam.de/buecher-zum-nachdenken/">Bücher</a> können so viel bewirken, zum Nachdenken anregen und die Augen öffnen für Sachen, denen man sich vielleicht vorher nicht bewusst war. Man lernt immer wieder dazu und <strong>die Inspirationsquellen in Büchern sind einfach unerschöpflich.</strong></p><h2>Minimalistisch leben: Tipps</h2><h3>Deine besten Tipps für ein minimalistisches Leben:</h3><p><strong>Einfach anfangen!</strong> Es gibt kein richtig und kein falsch, keine Regeln oder strenge Kriterien, um minimalistischer zu leben. Viele Menschen scheuen sich, genau wie beim Thema Nachhaltigkeit, einfach anzufangen. <strong>Jedes ausgemistete Teil verschafft mehr Platz, mehr Zeit und mehr Übersicht.</strong> <strong>Jedes Teil, was nicht gekauft wird, spart Ressourcen und Geld.</strong> Also, fangt einfach an! Überlegt euch bei jedem Kauf, ob ihr es wirklich bracht. Mistet heute die erste Schublade aus, für mehr Übersicht und Klarheit, auch im Kopf. Hört auf euer Bauchgefühl und geht in eurem Tempo, dann steht einem minimalistischerem Leben nichts mehr im Weg.</p><h2>Gutes Netzwerk</h2><h3>Liebe Verena, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst.<br />Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchten, wo finden sie dich?</h3><div dir="ltr">Sehr gerne liebe Johanna und vielen Dank für die tollen Fragen, es hat viel Spaß gemacht!</div><div dir="ltr">Ihr findet mich bei <a href="https://www.instagram.com/minimalistic.verena/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> und <a href="https://www.youtube.com/channel/UCZ84MHRzfIxmRvXWt2tvg6g/playlists?app=desktop" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a> unter: minimalistic.verena </div><div dir="ltr">Dort ist auch mein Buch „Man nennt uns Minimalisten“ über meinen ganz persönlichen Weg zum Minimalismus verlinkt.</div><div dir="ltr">Schaut gerne mal vorbei, ich freue mich auf euch!</div><h3> </h3>								</div>
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									<h2>Verena Schürmann</h2><p><strong>Verena Schürmann</strong> ist 41 Jahre alt, Buchautorin und  inspiriert auf ihren Kanälen mit Einblicken in ihr minimalistisches Leben, räumt mit Minimalismus Klischees auf, erzählt ihre persönliche Geschichte, gibt Tipps und macht Mut, das eigene Leben zu vereinfachen. Bereits vor acht Jahren sind der Minimalismus und das Thema Nachhaltigkeit in ihr Familienleben eingezogen und haben so einiges verändert.</p>								</div>
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		<title>Achtsamkeit als Schlüssel zum Glück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 12:18:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Achtsamkeit als Schlüssel zum Glück: Die Sehnsucht nach Glück ist tief in uns allen verankert. Auf diese Sehnsucht gibt es wohl so viele Antworten wie es Menschen gibt. Denn Glück [&#8230;]</p>
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									<p>Achtsamkeit als Schlüssel zum Glück: Die Sehnsucht nach Glück ist tief in uns allen verankert. Auf diese Sehnsucht gibt es wohl so viele Antworten wie es Menschen gibt. Denn Glück ist etwas ganz Persönliches und Individuelles.<br />Oft versteckt es sich mitten im Alltag und kommt zum Vorschein, wenn wir den Vorhang mal zur Seite ziehen. Und wenn wir dem Leben mit offenen Augen und offenem Herzen begegnen, dann kann es allgegenwärtig sein. <br />Ein Schlüssel, mit dem wir diese alltäglichen Momente ganz bewusst erkennen und wertschätzen können, ist die Achtsamkeit. Sie ist eine Haltung, mit der wir die Gegenwart mit allen Sinnen erleben.</p>								</div>
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									<p><em>Ein Artikel aus dem Magazin &#8222;SYLT &#8211; die schönsten Seiten der Insel&#8220; 21/22</em></p>								</div>
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									<h2>Wir alle können achtsam sein</h2><p><strong>„Das Schöne ist, dass wir die Achtsamkeit überall mit hinnehmen können. Sie ist ja etwas uns Ureigenes, das können wir oft bei Kindern beobachten. Es bedarf keiner Anstrengung und keinem zusätzlichen Zeitaufwand: Achtsam sein können wir überall. Wir müssen uns nur daran erinnern. Dieses Erinnern ist die eigentliche Übung“,</strong> sagt die Autorin und Gesundheitstrainerin Johanna Katzera, die auf Sylt Seminare und Tagesworkshops rund um die Thematik „Achtsamkeit und positive Lebensgestaltung“ anbietet.</p><h2>Der Schlüssel zum Glück liegt in unserer Hand</h2><p>In ihren Angeboten geht es um einen Weg zu mehr Zufriedenheit und Lebensfreude und um die persönlichen Gestaltungsmöglichkeiten im eigenen Leben. <strong>Denn wie zufrieden wir sind, haben wir zum großen Teil selbst in der Hand.</strong></p><p>Sylt ist für eine Auszeit mit Neuausrichtung genau der richtige Ort: Der Abstand zum Alltag, der Wind, der alles Verbrauchte aus den Gedanken fegt, die unfassbar schöne Natur und ihre gewaltige Kraft – all das wirft den Menschen auf sich selbst zurück. <strong>Darin liegt eine große Chance zu Veränderung und Entwicklung.</strong></p>								</div>
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									<h2>Impulse für eine bessere Welt in uns und um uns herum</h2><p>Bevor Johanna Katzera nach Sylt zog, war sie viel unterwegs. Weniger, um zu verreisen, vielmehr, um in andere Lebenswelten einzutauchen. So verbrachte sie Zeit mit Menschen, die in der Gesellschaft kaum eine Stimme haben: Bei Familien in einfachsten Verhältnissen einer brasilianischen Kleinstadt, bei Kindern mit Behinderungen am Stadtrand von Lima, bei den Aborigines in Australien. <br /><strong>„Während dieser Zeit habe ich viel Armut gesehen. Und gespürt. Nicht selbst erlebt. Auch wenn diese Erfahrungen schon eine Weile hinter mir liegen, prägen die Eindrücke und das Verstehen globaler Zusammenhänge mich noch heute“</strong>, erzählt Johanna, die zwei <a href="https://einfachachtsam.de/buecher-zum-nachdenken/">Bücher</a> über diese Erfahrungen veröffentlicht hat.</p><h2>Schätzen, was wir haben – Schlüssel zum Glück</h2><p>Spätestens während der Auslandsaufenthalte wurde ihr bewusst, dass wir viel mehr schätzen sollten, was wir haben. <strong>„Uns geht es gut. So gut, dass wir aufgrund der vielen Möglichkeiten in Stress geraten und aus den Augen verlieren, was im Leben wirklich wichtig ist“</strong>, sagt sie. So trägt ihr drittes Buch den Titel <a href="https://einfachachtsam.de/buecher/selbstfuersorge-buch-verlauf-dich-nicht/">„Verlauf dich nicht – lebe einfach und bewusst“</a>.</p><p><strong>Mit ihrem Tun möchte sie Impulse für mehr Fokus auf das Wesentliche geben. Für die persönliche Zufriedenheit und im besten Fall für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit über das eigene Leben hinaus.</strong></p>								</div>
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																<a href="https://einfachachtsam.de/buecher-zum-nachdenken/reisebericht-buecher-schlaflos-in-der-regenzeit/">
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									<h2>Das verborgene Glück des Alltags</h2><p>Inzwischen verreist sie nur noch selten. Sie ist auf Sylt angekommen. Das Besondere im Alltag zu finden, ist nun ihre tägliche Reise. Und gerne nimmt sie andere dabei ein Stück mit.</p>								</div>
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									<p>Dass sie Menschen für einen bewussten Lebensstil begeistern möchte, wusste die gebürtige Nordhessin schon als 15-Jährige. Während man heute fast überall darauf stößt, kannte damals kaum jemand den Begriff der Achtsamkeit.</p><h2>Achtsamkeit als Schlüssel zum Glück</h2><p><strong>„Achtsamkeit bedeutet, mit allen Sinnen ganz wertfrei im Hier und Jetzt zu sein und anzunehmen, was ist. Es geht darum, die eigene Aufmerksamkeit bewusst zu lenken. Also auch zu bemerken, wenn sie abdriftet, und sie dann wieder in den gegenwärtigen Augenblick zurückzuholen. Im Alltag sind wir sehr oft im sogenannten Autopilotmodus unterwegs: Wir hangeln uns mit unseren Gewohnheiten von einer zu nächsten Tätigkeit und sind dabei in Gedanken oft ganz woanders. So verpassen wir auch so manchen besonderen Moment und das Leben zieht gefühlt sehr schnell an uns vorbei. Wer sich achtsame Momente erschafft, der lebt bewusster“</strong>, erklärt die 35-Jährige.</p><p>Achtsam zu sein ist also letztlich die Voraussetzung dafür, um die kleinen Alltagsfreuden wahrzunehmen und somit ein Schlüssel zum Glück.</p>								</div>
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									<h2>Glück können wir lernen</h2><p>„Indem wir unseren Fokus ganz bewusst auf das Gute in unserem Leben lenken, gewinnt es einerseits an Bedeutung, anderseits fällt es uns mit diesem verändert ausgerichteten Fokus immer leichter, die positiven Elemente zu entdecken. Das beruht auf der Fähigkeit des Gehirns, sich entsprechend der Nutzung umzustrukturieren. Diese sogenannte Neuroplastizität kann man als Trainingseffekt des Gehirns verstehen. <strong>Wer ein Dankbarkeitstagesbuch führt oder abends den Tag in Gedanken noch einmal durchläuft und sich das Gute vor Augen führt, der trainiert seine Fähigkeit, Glück zu erkennen und als solches zu schätzen. Wenn man das Glück im gegenwärtigen Augenblick direkt erkennt, dann ist man sehr achtsam. Diese veränderte Haltung trägt enorm zu unserer mentalen Gesundheit und zur Lebensfreude bei“</strong>, betont die Gesundheitstrainerin</p>								</div>
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									<h2>Bewusst wahrnehmen</h2><p>Das können ganz kleine Augenblicke sein, aber auch große Begebenheiten, die wir manchmal als gegeben hinnehmen. In jedem Fall sind es die kleinen, regelmäßig ausgeführten Handlungen, die den Unterschied bewirken.<br /><a href="https://einfachachtsam.de/achtsamkeitskurs-stimmen-und-eindruecke/">Zurück im Alltag bemerken das auch die Teilnehmer*innen:</a> Bestimmte Gewohnheiten ändern sich vor dem Hintergrund einer wacheren inneren Stimme in die beabsichtigte Richtung und der Prozess zu einem bewussteren Leben vertieft sich.</p><h2>Digitale Medien und ständige Erreichbarkeit – Herausforderungen für unser Glück</h2><p>Dass unser Wohlstand ein Privileg ist, aber Überfluss uns nicht guttut, wurde der Insulanerin schon früh klar. Und auch, dass man das Wesentliche aufgrund des Zuviels leichter aus den Augen verlieren kann. Da hilft es, die Geschwindigkeit des Alltags zu reduzieren, mal einen Schritt zur Seite zu treten und sich bewusst zu machen, dass unsere Zeit begrenzt ist und wir – genauso, wie wir mit nichts kommen – eines Tages auch wieder mit nichts gehen werden.</p><p>„Zeit und Aufmerksamkeit sind unsere wertvollsten Güter, mit denen wir sehr sorgsam umgehen sollten. Doch in unserer reiz-vollen Welt werden diese häufig von den digitalen Medien eingefangen, ohne dass wir uns darüber bewusst sind. Sie holen uns immer wieder aus dem Hier und Jetzt in die verlockende virtuelle Welt“, sagt Johanna, die auch an Schulen Jugendliche für einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert.</p><h2>Den Schlüssel zum Glück finden wir nur in der analogen Welt</h2><p>„Natürlich bieten Smartphone &amp; Co zahlreiche Möglichkeiten, doch das Leben und das Glück finden analog statt. Es geht um eine gesunde Balance von analog und digital. Darum, <a href="https://einfachachtsam.de/digital-detox-im-urlaub/">bewusst abzuschalten und echte Pausen – also ohne irgendein Display – zu machen</a>. Wenn wir jede vermeintliche Lücke mit dem Smartphone füllen, kommt unser Geist nicht zur Ruhe. Doch das Gehirn braucht den Leerlauf zum Sortieren, Verarbeiten und Verknüpfen. Nur wenn wir uns regelmäßig Phasen der Entspannung schenken, können wir uns erholen, Kraft tanken und auch wieder Leistung erbringen“, erklärt sie weiter.</p><h2>Achtsamkeit auf Sylt: Ein Weg zu mehr Bewusstsein und Zufriedenheit</h2><p>Stress und digitale Medien sind wohl die größten Gegenspieler einer achtsamen Haltung – und in unserer schnellen Welt allgegenwärtig. Da muss man gut auf sich aufpassen. „Manchmal sind wir gestresst oder unzufrieden und wissen gar nicht genau warum. Zudem sind wir uns dem Gefühl der eigenen Ohnmacht oft nicht bewusst. W<strong>enn wir dann schauen, wo wir stehen und wo wir hinwollen sowie Verantwortung für unser Leben und unsere Entscheidungen übernehmen, tut sich oft ein neuer Weg auf, auf dem wir unsere Lebensbereiche in Balance bringen können. Diese Entwicklung anzustoßen, macht unglaublich viel Spaß</strong>,“ berichtet Johanna Katzera. Sowohl der Dozentin als auch den Teilnehmer*innen. <a href="https://einfachachtsam.de/achtsamkeitskurs-stimmen-und-eindruecke/">Diese schätzen die neuen Perspektiven und Sichtweisen, die Denkanstöße für neue Wege durch ein verändertes Verhalten und die Momente innerer Ruhe auf der wunderschönen Insel.</a></p><p>In ihren Kursen vermittelt Johanna eine breite Themenpalette: Achtsamkeit, digitale Balance, Stressbewältigung, mentale Gesundheit sowie Ziele setzen und erreichen. Es geht darum, Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und persönliche Strategien zu entwickeln. Denn genau wie das Glückserleben ist auch das Erleben von Stress sehr individuell.</p>								</div>
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									<h2>Das Glück in der Gegenwart entdecken und erleben</h2><p>„Wenn meine Kursteilnehmer*innen mit geschlossenen Augen eine Muschel, ein Stück Treibholz oder einen Stein abtasten, tragen alle ein Lächeln im Gesicht. <strong>Wir können unser Glück also in die Hand nehmen – im doppelten Sinne. Dieser Augenblick, in dem wir Verantwortung für uns und unser Fühlen, Denken und Handeln übernehmen, ist unglaublich mächtig. Denn wir können immer entweder gestalten oder unsere Haltung verändern und unsere Zufriedenheit damit entscheidend selbst bestimmen“</strong>, erzählt sie mit einem Lächeln.</p>								</div>
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									<h2>Mehr Sein, weniger Tun</h2><p>Die Themen Achtsamkeit, Minimalismus, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Wohlbefinden greifen für Johanna Katzera ineinander. Das ist wohl ihrem bisherigen Lebensweg zu verdanken. Fremde Kulturen und einfache Lebensweisen faszinieren sie noch immer. Doch inzwischen geht es ihr darum, das eigene Leben im komplexen Deutschland möglichst einfach zu gestalten. <strong>„Wenn wir schätzen, was wir haben, weniger Zeit am Smartphone verbringen und das Leben im Hier und Jetzt genießen, können wir das Glück im Alltag viel leichter entdecken. Es geht um das Prinzip: Mehr Sein, weniger Tun. Das Leben etwas langsamer leben und dafür klarer sehen“</strong>, stellt sie noch einmal heraus.</p><p>Denn das Glück liegt meist in den kleinen Dingen und ist oft ein leises Gefühl, das im Innen entsteht. Die Achtsamkeit hilft uns dabei, das Glück zu entdecken und zu erleben. Sie ist ein Schlüssel zu mehr Lebensqualität. Man kann es auch Zufriedenheit, Lebensfreude oder Glück nennen. Es fühlt sich auf jeden Fall gut an.</p>								</div>
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									<p><a href="https://einfachachtsam.de/seminare/">Mehrtägiges Achtsamkeitsseminar</a> inklusive Inselwanderungen, Achtsamkeitsmeditationen, Yoga und Impulsvorträgen. Unterbringung in ausgesuchten Unterkünften von minimalistisch über traditionell friesisch bis hin zu exklusiv.</p>								</div>
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		<title>Was bedeutet Vertrauen? 10 Fragen an Autor Stefan Goedecke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Apr 2021 13:17:50 +0000</pubDate>
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									<p>Was bedeutet Vertrauen? Zu dieser Frage teilt Stefan im Interview viele wertvolle Gedanken. Er hat ein berührendes Buch mit einer wundervollen Botschaft geschrieben, die uns in dieser herausfordernden Zeit gut tut und über die wir uns im Interview austauschen. Sein Buch heißt wie die Botschaft selbst: „Alles wird gut“.</p>								</div>
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				Übersicht			</h4>
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									<h2>Was bedeutet Vertrauen?</h2><h3><strong>Was bedeutet Vertrauen für dich persönlich?</strong></h3><p>Stefan: Für mich ist es eine der wesentlichen Fragen, eine, die wir uns immer und immer wieder stellen werden: <strong>Kann ich mir, kann ich meinem Leben vertrauen?</strong> Denn viele von uns haben auf der Reise durch ihr Leben vergessen daran zu glauben: An sich selbst, an die Kraft, die uns selbst innewohnt. An das Leben, dem wir alle vertrauen dürfen.<br />Auf seinem Weg durch das Leben braucht jeder Mensch diese wichtigen Momente, aus denen er Kraft schöpfen kann, diese typischen „Alles wird gut“ – Momente. <br />Denn erst die Erkenntnis, dass – egal wie groß oder klein eine Herausforderung auch ist – doch irgendwie und irgendwann alles gut wird, lässt uns in uns vertrauen.</p><h5>Zweifeln und vertrauen</h5><p>Diesen Momenten eilen unsere Zweifel voraus, Momente, in denen wir mehr Fragen als Antworten vom Leben erhalten. Ob das nun bei mir eine „5“ in Deutsch in der 6. Klasse oder die erste Liebe war, die so schnell verglühte, dass sie gar nicht richtig zu leuchten anfangen konnte: In diesen Augenblicken zweifeln wir an uns, wir glauben, nicht mehr weiterzukommen. Auf gar keinen Fall. Niemals. Und doch ging es weiter. Auch für mich. Irgendwie und vor allem auch: Irgendwie schön. <br />Daraus habe ich die letztlich die Kraft geschöpft, meinen Weg weiterzugehen, eins mit mir zu sein und dem Leben zu vertrauen. <strong>Das Vertrauen in uns selbst ist für mich die Balance zwischen den Herausforderungen und Lösungen in unserem Leben.</strong></p><h2>Alles wird gut</h2><h3><strong>Seit kurzem kann man dein Buch „Alles wird gut“ bestellen. Schon der Titel weckt so viel Hoffnung und Vertrauen. <br />Nimm uns kurz mit: Wie bist du zu der Idee der Geschichte gekommen?</strong></h3><p>Stefan: Die Worte „Alles wird gut“ sind für mich eine meiner prägendsten Kindheitserfahrungen: Immer, wenn mal wieder etwas „schief gegangen“ ist, konnte ich darauf vertrauen, dass mich meine Mutter in den Arm nahm, durch meine Haare strubbelte, und mir genau dieses Versprechen gab. Für mich waren diese Worte dabei stets der Beginn eines neuen Anfangs. <strong>Ich trage diese Worte in meinem Herzen und bin sehr dankbar für dafür, dass ich sie dort bewahren kann. Und mit meinem Buch habe ich sie zum Leben erweckt.</strong></p><h5>Wovon handelt dein Buch, Stefan?</h5><p>Stefan: „Alles wird gut“ ist eine leise Erzählung über den Kreislauf des Lebens, eine, die wir in Teilen so bestimmt schon alle einmal gefühlt oder sogar erlebt haben. Wir entdecken in dieser Geschichte gemeinsam mit der kleinen Mia und ihrer Großmutter das ganz große Leben in einem kleinen, kurzen Frühling. Gemeinsam mit den Heldinnen des Buches begeben wir uns auf die Suche nach den Geheimnissen des Lebens. Die Erzählung ist ein Ticket für eine Reise zurück in unsere Kindheit, in der die Worte „Alles wird gut“ noch so wunderbar selbstverständlich waren. <strong>Mein Buch kann der Ort sein, an dem du und ich uns wieder an diese wundervolle Leichtigkeit erinnern können</strong>.</p><h2>Die Bedeutung von Vertrauen</h2><h3><strong>Warum ist Vertrauen so wichtig?</strong></h3><p>Stefan: <strong>Vertrauen ist der Anfang von allem.</strong> Wir werden in diese Welt geboren und dürfen uns darauf verlassen, dass uns unsere Eltern in Liebe empfangen. Dieses Ur-Vertrauen ist das Wichtigste, das wir in unserem Leben geschenkt bekommen. Es prägt unser ganzes Leben. <strong>Wir brauchen dieses Vertrauen. Denn unser Leben hält nicht nur die schönen Dinge für uns bereit, <a href="https://einfachachtsam.de/schwere-zeiten/">wir werden im Laufe unserer Zeit hier auch Dinge sehen und erfahren, die wir uns lieber erspart hätten</a>.</strong> Wir lernen Menschen kennen, denen wir lieber nicht begegnet wären. Doch das können wir uns zu einem großen Teil nicht aussuchen.</p><h5>Ohne Vertrauen in uns, verlieren wir uns selbst</h5><p>Die Wahrheit ist: Es wird immer wieder Situationen geben, in denen wir in Frage stellen werden, ob wirklich alles gut werden wird. Das ist das Leben. <strong>Wenn wir dann den Glauben an uns selbst verlieren, weil unser Vertrauen irgendwann „alle“ ist, verlieren wir uns selbst.</strong> <strong>Und genau deshalb tut es uns gut, wenn wir auch als erwachsene Menschen immer wieder die Kraft der drei Worte „Alles wird gut“ in uns spüren können. Durch eine Umarmung unserer Eltern, für die wir immer Kind bleiben dürfen, ein Gespräch mit guten Freunden und &#8211; das ist mir besonders wichtig &#8211; in uns selbst.</strong></p><h2>Uns selbst vertrauen</h2><h3><strong>Diese tiefe Überzeugung, dass alles gut wird, ist wie ein innerliches Aufatmen.</strong><br /><strong>Wie können wir lernen, uns selbst zu vertrauen, wenn wir das Vertrauen in uns und unsere Kraft verloren haben?</strong></h3><p>Stefan: Wir können nicht verlieren, was zu uns gehört, Johanna. <strong>Ich weiß, dass wir alle tief in uns wissen, dass wir uns und unserer Kraft vertrauen dürfen.</strong> Es ist nur so, dass wir genau das auf dem langen Weg durch unser Leben viel zu oft vergessen. Es geht nicht darum, etwas neu zu erlernen oder etwas zu suchen, das wir glauben verloren zu haben. <strong>Es geht darum, dass wir uns wieder an diese Kraft in uns erinnern können.</strong></p><h5>Wenn das Vertrauen in uns gefangen ist</h5><p>Das fällt uns oft schwer, denn es gibt so viele Dinge im Leben, die uns zweifeln lassen. Und manchmal, wenn es zu viele dieser Dinge gibt, sperrt der Kopf unsere Kraft, unser Vertrauen ins Leben in unserem Herzen ein und wirft den Schlüssel weg. Weil wir gekränkt worden sind, weil wir Leid erfuhren, Schmerz. <strong>Doch die Kraft in uns bewegt uns weiter.</strong> Sie ist nicht einfach weg, nur weil wir sie weggeschlossen haben. Sie rennt gegen ihre Wände an, bis sie letztlich ihr goldenes Gefängnis sprengt. Und auch das kann oft sehr schmerzhaft sein. <strong>Deswegen hilft in unserem Alltag schon, <a href="https://einfachachtsam.de/mentale-staerke/">immer einmal seinen Blick auf die schönen Dinge im Leben zu richten</a>.</strong> <strong>Und manchmal wirkt diese eine kleine Änderung in unserem Fokus schon wahre Wunder</strong> in diesem immerwährenden Streit zwischen Kopf und Herz.</p><h2>Anderen und auf eine gute Entwicklung vertrauen</h2><h3><strong>Das Leben ist nur teilweise planbar – das macht die aktuelle Zeit sehr deutlich. Im Außen wackelt es, sodass man kaum etwas planen kann und wir als globale Gesellschaft vor großen Herausforderungen stehen.</strong><br /><strong>Was kann uns in dieser Zeit Hoffnung schenken?</strong><br /><strong>Und wie schaffen wir es darauf zu vertrauen, dass sich die Dinge zum Guten entwickeln?</strong></h3><p>Stefan: <strong>Weißt du, Johanna, das Leben passiert einfach. Wir haben ein paar Stellschrauben, an denen wir drehen können, während wir hier sind.</strong> <strong>Doch das alles wird uns keine absolute Kontrolle geben, über das, was uns hier erwartet.</strong> Auch wenn wir uns noch so sehr nach dieser Gewissheit sehnen. <strong>Und so kann uns etwas in diesem Leben gegeben, aber auch wieder genommen werden, ohne dass wir darum gebeten haben, ohne dass wir es wollten.</strong> Das kann, das wird manchmal sehr weh tun. <strong>Doch manche Dinge müssen auch erst gehen, sozusagen <a href="https://einfachachtsam.de/marie-kondo/">Platz machen</a>, damit an ihre Stelle etwas Neues tritt, das ein dann ein wichtiger, ein neuer Teil deines Lebens sein kann.</strong></p><h5>Was bedeutet Vertrauen? Loslassen</h5><p>In meinem Buch muss der Kirschbaum so oft loslassen: Die Knospen, die Blüten, die Kirschen, die Blätter. Immer und immer wieder. Doch <strong>ohne, dass er das eine loslässt, kann das andere nicht sein.</strong> Ohne dass die Blüte geht, kann sich die Kirsche nicht entwickeln. <strong>Alles hat in diesem Leben seinen Sinn. Das ist wohl eine der wichtigsten Lektionen, die uns unser Leben lehrt. Und es ist gleichzeitig eine der schwierigsten und oft auch schmerzvollsten.</strong> <strong>Denn um sie zu lernen, um das „gute Ende“ erfahren zu dürfen, brauchen wir <a href="https://einfachachtsam.de/alleine-gluecklich-sein/">Geduld</a>, manchmal auch sehr viel Geduld.</strong></p><h5>Die Natur lehrt uns Geduld</h5><p>Das fällt mir persönlich sehr schwer und auch ich muss immer wieder einen Blick auf einen Kirschbaum werfen, der trotz allem oder deswegen auch jetzt in diesem Frühjahr wieder Blüten austreibt und Kirschen tragen wird. Der Kirschbaum, der das gut macht. So wie wir auch, wenn wir uns die Zeit dazu geben. <strong>Ich denke, ab und zu brauchen wir nur einen Menschen, der uns das wieder in Erinnerung ruft. Der uns in den Arm nimmt und uns sagt, dass alles gut werden wird, Hoffnung gibt und Trost spendet.</strong> <strong>Mein Buch kann diese Umarmung nicht ersetzen, aber meine Erzählung kann für die Seele wie ein kleines Lagerfeuer sein, an dem sie sich in kalten Zeiten wärmen kann. Vielleicht ist deshalb ist die Botschaft des Buches gerade jetzt so wichtig.</strong></p>								</div>
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									<p>Was bedeutet Vertrauen für dich?<br />Verrat es uns in den Kommentaren.</p>								</div>
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									<h2>Eigenverantwortung und Vertrauen</h2><h3><strong>In welchen Bereichen müssen wir selbst etwas dafür tun, dass alles gut wird, oder – um in der Metapher deines Buches zu bleiben: Bringt ein Kirschbaum ohnehin Kirschen hervor – und es kommt sowieso so, wie es kommen soll?</strong></h3><p>Stefan: Natürlich können und sollten wir in unserem Leben selbst etwas dafür tun, dass alles gut wird. Schließlich brauchen wir uns nicht darüber beklagen, im Regen nass zu werden, wenn wir den Schirm oder die passende Kleidung dafür zu Hause lassen. <strong>Nur wenn wir Verantwortung für uns und unser Leben übernehmen, können wir auch die vielen Chancen, die uns unser Leben bietet, wahrnehmen, es auskosten und annehmen. Und dazu müssen wir vor allem eines: Selbst Entscheidungen treffen.</strong></p><h5>Entscheidungen treffen und in unsere Kraft vertrauen</h5><p>Und mit unseren Entscheidungen können und werden wir in unserem Leben selbst etwas bewegen, gerne auch viel bewegen. Denn das Leben zu genießen bedeutet auch, Risiken einzugehen, Neues zu wagen. Einmal Riesenrad fahren. Eine neue Partnerschaft. Tauchen gehen. Der Start in die Selbstständigkeit. I<strong>n diesen Situationen brauchen wir beides: Das Vertrauen in unsere Kraft, aber auch unsere Entscheidung, dass wir uns dieser neuen Situation stellen wollen und unsere Kraft dafür einsetzen möchten.</strong> Dann werden Herz und Kopf zu einem großartigen Team, dass kleine Wunder erschaffen kann.</p><h2>Was bedeutet Vertrauen für die Ewigkeit</h2><h3><strong>In deinem Buch beschreibst du den größeren Kreislauf des Lebens. Kannst du uns in ein paar Sätzen erzählen, was du damit meinst und uns etwas Hoffnung und Vertrauen vermitteln, dass wir mit unseren Liebsten länger miteinander verbunden sind als hier auf Erden zu Lebzeiten?</strong></h3><p>Stefan: Ach, das ist ein großer Wunsch von mir, vielleicht sogar der Wunsch aller Menschen. Von Anbeginn der Zeit suchen wir zu ergründen, was vielleicht noch vor uns liegt, wenn wir uns von dieser Welt verabschieden. Diese Suche ist die Triebfeder der Weltreligionen ebenso wie die der modernen Spiritualität. Bücher sind die Welt, in der diese Wünsche das Träumen lernen und diese Träume lebendig werden können. Wo, wenn nicht hier?</p><h5>Verbundenheit der Herzen</h5><p><strong>Ich glaube, die meisten von uns fühlten in sich schon einmal den schmerzlichen Verlust eines geliebten Menschen. Eines Menschen, der so lange Teil ihres Lebens war, dass wir am Frühstückstisch manches Mal seine Frage nach dem Akazienhonig fast hören können. Ich denke, wir fühlen diese Verbundenheit in unserem Herzen, weit über sein Leben hier hinaus.</strong> Wir erinnern uns an viele wundervolle Geschichten mit diesem Menschen, manchmal öfter, manchmal auch ganz lange gar nicht. Je nachdem. Doch darum geht es nicht. Es geht nicht um das „wie oft“, es geht um das „ob“.</p><h5>Was bedeutet Vertrauen? Dass immer etwas bleibt.</h5><p>Ich selbst habe vor zwanzig Jahren meinen Opa verloren, zu dem ich eine sehr innige, freundschaftliche Beziehung hatte. Manchmal weine ich noch heute, wenn sich in meinem Herzen wieder zu viele Tränen über diesen Verlust angestaut haben. Ich denke dann ein wenig oder auch ein wenig mehr über unsere gemeinsame Zeit hier nach, einfach so für mich, weil ich darüber ein wenig weiterträumen möchte, weil mir das gut tut.</p><p>In diesen Situationen, so steht es auch in meinem Buch, suche ich in meinem Herzen nach ihm. Dort habe ich ihn immer gefunden und werde ihn auch immer finden. Das kann mir keine Zeit nehmen. Und deshalb ja, <strong>ich glaube, dass auch im Gehen immer etwas bleibt</strong>. <strong>Nichts geht wirklich ganz.</strong> Diesen Gedanken mag ich sehr, vielleicht auch deshalb, weil auch ich immer älter und damit demütiger werde. Vielleicht aber auch, weil ich es mir einfach nur so sehr wünsche. <strong>Und es ist ja wichtig, immer ein paar mehr Wünsche in seinem Herzen zu tragen, als man sich selbst erfüllt.</strong> Deshalb steht dieser Satz auch so in meinem Buch.</p><h2>Vertrauen und Achtsamkeit</h2><h3><strong>Wie hängen Achtsamkeit, Vertrauen und Glück zusammen?</strong></h3><p>Stefan: Das eine kann ohne das andere nicht sein. <strong>Wenn wir achtsam mit uns und unserem Leben umgehen, beobachten, bewahren, letztlich im Vertrauen auf unser Leben auch entscheiden, werden wir letztlich unser Glück finden</strong>, wenn du es so sagen willst. Und wir machen uns diesen Prozess ein wenig einfacher, wenn wir mit dieser Entscheidung auch andere Dinge loslassen, die uns auf unserem Weg entgegenstehen. Glück ist dabei ein recht abstrakter Begriff, für mich ist es eher eine tiefe Zufriedenheit mit dem Leben, wie ich es führen kann. In meinem Achtsamkeits-Kurs gehe ich auf meine BABEL-Methode ein, die alle drei Aspekte gut zusammenbringt.</p><h3><strong>Was wünschst du dir für dein Buch, Stefan?</strong></h3><p>Stefan: Natürlich wünsche ich mir, dass es seine Leser findet. Vor allem den Menschen, die noch auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen „Alles wird gut“ sind, hilft mein Buch vielleicht, sich wieder an die Kraft in sich selbst und das Vertrauen in das eigene Leben zu erinnern. Das würde mich sehr freuen.</p><h2>Gutes Netzwerk</h2><h3><strong>Lieber Stefan, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken rund um das Thema &#8222;Was bedeutet Vertrauen&#8220; mit uns teilst.</strong><br /><strong>Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchte, wo finden sie dich?</strong></h3><p>Stefan: Ihr findet mich auf <a href="https://www.instagram.com/stefan.auszeit/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a>. Mein Buch <a href="http://www.alleswirdgut-buch.de/" target="_blank" rel="noopener">Alles wird gut</a> könnt ihr im <a href="https://alleswirdgut-buch.de/produkt/alles-wird-gut-buch/" target="_blank" rel="noopener">Alles wird gut Buch Shop</a> oder bei <a href="http://www.amzn.to/31gH0Di" target="_blank" rel="noopener">Amazon</a> bestellen.</p>								</div>
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									<p><strong>Stefan Goedecke</strong> schreibt über das Leben, die Menschen und den Alltag – kleine, leise Geschichten aus dem Leben und über unsere Suche nach dem ganz eigenen Weg.<br />Mit seinen Artikeln, Kursen und Auszeit Briefen hat Stefan schon hunderttausende Menschen im Herzen berührt. Er ist Verleger und Autor aus Leidenschaft und schreibt selbst regelmäßig für die Magazine &#8222;Auszeit&#8220; und &#8222;Ich bin&#8220;. <br />Stefan lebt und arbeitet in Leipzig.</p>								</div>
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									<h2>Das Buch von Stefan Goedecke: Alles wird gut</h2><p>&#8222;Alles wird gut&#8220;, so heißt das neue Buch von Stefan Goedecke, das ich als eine der ersten lesen durfte. <br />Stefan hat eine liebevolle Erzählung über das Leben geschrieben und diese in den Lebenszyklus einer Kirsche verpackt. <br />Er schreibt über das, was wir auf der langen Reise durch unser Leben viel zu oft vergessen: Zu glauben. An uns selbst, an die Kraft, die uns selbst innewohnt. Und an das Leben, dem wir vertrauen dürfen. <br />Stefan schenkt uns das Gefühl zurück: <a href="https://www.auszeit.bio/zu-sich-finden/du-selbst-sein/alles-wird-gut-das-neue-buch-von-stefan-goedecke/" target="_blank" rel="noopener">Alles wird gut.</a><br />Wenn du Lust hast, das Buch von Stefan zu lesen, kannst du es <a href="https://alleswirdgut-buch.de/produkt/alles-wird-gut-buch/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> bestellen.</p>								</div>
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		<title>Minimalismus-Challenge – 10 Fragen an Kristina von einquadratmeter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2021 19:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus & Ordnung]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/minimalismus-challenge-interview-mit-kristina/">Minimalismus-Challenge – 10 Fragen an Kristina von einquadratmeter</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p>Im Rahmen einer Minimalismus-Challenge hat Kristina 100 Tage lang mit nur 100 Dingen gelebt und festgestellt, wie wenig Gegenstände sie im Alltag wirklich braucht. Die Reduktion im Außen führt zu innerer Ruhe und Klarheit. Kristina verrät wertvolle Tipps, wie wir mehr Zeit und Aufmerksamkeit für das wirklich Wichtige im Leben finden – vielen Dank, liebe Kristina.</p>								</div>
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									<h3><strong>Liebe Kristina, stell dich in drei Sätzen vor: Wer bist du, was machst du und was treibt dich an?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Hallo liebe Johanna, ich bin Kristina, 34 Jahre alt und bin aus großer Leidenschaft <strong>Minimalismus- und Ordnungscoach. Ich möchte so vielen Menschen wie möglich dabei helfen, durch das Ausmisten im Außen (und im Innen) mehr Klarheit und damit Leichtigkeit, Freude, Fokus und wirkliche Zufriedenheit im Leben (wieder) zu finden.</strong> Durch das Ausmisten bei mir selbst, habe ich gelernt meinen Fokus wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu lenken &#8211; und vor allem auch die Zeit dafür zu haben. Und jetzt möchte ich anderen Menschen helfen, das auch zu schaffen, wenn sie es sich wünschen.</p>
<h2>Minimalismus</h2>
<h3><strong>Weniger ist mehr: Wie äußert sich das in deinem Leben?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Mein Leitsatz <strong>„weniger ist mehr“ äußert sich eigentlich in allen Lebensbereichen.</strong> Angefangen natürlich im Außen, mit materiellen Dingen. <strong>Durch weniger Besitz, schätze ich die Dinge, die ich noch besitze, viel mehr wert und pflege sie auch mehr.</strong> Ich bin achtsamer und so viel zufriedener mit meinem Besitz, weil ich nicht nach dem ständigen „Mehr“ und „Besser“ strebe, sondern für mich erkannt habe, dass dieser Weg nie langfristig zufrieden macht. All das, was ich früher immer kaufte, um mein Leben, mein Zuhause oder meinen Kleiderschrank vermeintlich besser oder „perfekt“ zu machen, hatte mich in Wirklichkeit eher von der Zufriedenheit entfernt, die mir immer wünschte.</p>
<h5>Weniger Besitz – mehr Zeit</h5>
<p>Denn immer, immer mehr Besitz bedeutet ja, dass man sich nach etwas sehnt, das man gerade nicht hat. <strong>Man lebt im ständigen Mangel und kann somit auch nie wirklich zufrieden werden im Hier und Jetzt.</strong> Und lustig ist auch, dass <strong>mehr Besitz auch mehr Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt. Mehr Putzen, mehr Waschen, mehr Aufräumen, mehr Ordnen, mehr Verwalten all der Dinge. Durch weniger Besitz in meinem Leben habe ich tatsächlich mehr Zeit. Mehr bewusste Zeit und Aufmerksamkeit für die Menschen und Aktivitäten, die mir wirklich wichtig sind in meinem Leben.</strong></p>
<h5>Alles hat einen festen Platz</h5>
<p>Aber auch bei Kleinigkeiten im Alltag merke ich immer wieder, dass weniger immer so viel mehr ist. Zum Beispiel beim täglichen Kochen in der Küche. Dadurch, dass ich nur das besitze, das ich wirklich brauche, gibt es beim Zubereiten von Essen keine (wenn auch kleinen) Frustmomente mehr („Wo ist denn jetzt der Gemüseschäler wieder?“ „Oh nein der Topf den ich jetzt schnell brauche ist ganz hinten unten im Schrank.“ „Na toll, jetzt fallen mir wieder alle Tupperdosen entgegen.“). Solche Situationen gibt es nicht mehr, weil jedes einzelne Ding gut erreichbar ist und einen festen Platz hat. Somit kann ich alles, was ich mache, mehr genießen und mich auch in früher stressigen Alltagssituationen viel mehr entspannen. <strong>Jedes Ding hat seinen Platz und ich weiß genau wo es ist.</strong> Ich hätte früher nicht gedacht, dass das so viel ausmacht und zum Glück beitragen kann.</p>
<h2>Minimalismus-Challenge</h2>
<h3><strong>Auf Instagram hast du deine persönliche „Minimalismus Challenge – 100 Tage100Dinge“ geteilt. Wie lief das ab und was ist rückblickend deine Essenz aus dieser Zeit?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:&nbsp;</strong>Inspiriert zu der Minimalismus-Challenge hat mich der Film „100 Dinge“ mit Matthias Schweighöfer. (Erst viel später habe ich den grandiosen Film „My Stuff“ gesehen, der als Inspiration für diese deutsche Komödie diente.) <strong>Ich fand die Idee faszinierend, einen bestimmten Zeitraum nur mit den wirklich essentiellen Dingen zu leben. </strong>In den Filmen starten die Protagonisten mit Null Dingen in ihrer Wohnung und können sich jeden Tag ein Ding aus dem Lager zurück holen, indem all Ihr Besitz gelagert war. Bis sie an Tag 100 das einhundertste Teil zurück holen dürfen.</p>
<h5>Minimalismus-Challenge: 100 Tage mit 100 Dingen</h5>
<p>Ich habe die Challenge für mich ein klein bisschen abgewandelt durchgeführt, aber trotzdem war es eine riesige Herausforderung. <strong>Ich habe 100 Tage&nbsp; &#8211; also von Tag 1 bis Tag 100 &#8211; mit einhundert Dingen gelebt.</strong> Ich habe mir also eine Liste erstellt mit 100 Dingen, die ich auf jeden Fall für den Zeitraum brauchte und den Rest meines Besitzes durfte ich nicht nutzen. <strong>Allein das Erstellen der Liste was so unglaublich spannend und ich kann es jedem nur empfehlen, auch mal seine persönliche „100 Dinge-Liste“ zu erstellen</strong>, auch wenn man nicht vor hat die Minimalismus-Challenge zu machen.</p>
<h5>Welche Gegenstände benutzt man eigentlich wirklich?</h5>
<p>Dann habe ich beobachtet, was ich im Alltag davon nutze &#8211; und ob sich all diese Dinge auch auf meiner Liste befinden. Ich habe die Liste dann natürlich noch ein paar mal verändert und ich hätte bei manchen Dingen tatsächlich vorher nie gedacht, dass ich sie auf <strong>die Liste meiner ‚essentiellen 100 Dinge‘</strong> setzen würde. Da ich nicht wie im Film meine komplette Wohnung leer räumen konnte, habe ich versucht so viel Möbel und Dinge wie möglich in meinem Keller zu räumen. Das, was blieb, aber nicht auf der Liste war, habe ich dann abgedeckt und/oder zugeschlossen. Es blieben nur meine „100 Dinge“ mit denen ich dann tatsächlich 100 Tage gelebt habe. Auf <a href="https://www.youtube.com/channel/UCKxPpPHgno3fwXRx3yRBWlA?reload=9" target="_blank" rel="noopener">YouTube</a> und <a href="https://www.instagram.com/einquadratmeter/?hl=de" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> habe ich viele Fotos und Videos geteilt. Wer neugierig ist, kann hier gerne mal vorbei schauen, wie es bei mir aussah :).</p>
<h5>Weniger Dinge = weniger Möglichkeiten + mehr Ruhe</h5>
<p><strong>Meine große Erkenntnis aus der Zeit der Minimalismus-Challenge war, dass ich tatsächlich NOCH WENIGER brauche, als ich vorher dachte.</strong> In bestimmten Situationen war es natürlich eine Herausforderung (Kuchen backen mit nur einem Topf, einem Löffel und einer Gabel) und manchmal auch nervig (tägliche Handwäsche, da meine Waschmaschine nicht voll wurde), aber überwogen hat eine wunderschöne <strong>Klarheit und Ruhe. Sowohl in meiner Wohnung, als auch in meinem Kopf.</strong> <strong>Ich konnte mich viel besser konzentrieren, war gelassener und hatte tatsächlich NOCH MEHR Zeit. Ich musste morgens nicht überlegen, was ich anziehe und hatte im Bad nur eine Hand voll Produkte stehen, die ich nutze. Es war eine tolle Erfahrung und hat mich inspiriert, meinen Besitz anschließend nochmal zu reduzieren,</strong> auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, für immer mit nur 100 Dingen zu leben ;).</p>
<h2>Aufräumen im Außen</h2>
<h3><strong>Wir leben in einem Land, in dem es von Vielem sehr viel – wenn nicht sogar zu viel – gibt, was das Aufräumen und Reduzieren erschwert.</strong><br><strong>Wo fange ich im Außen an, wenn mich der Überfluss erdrückt und überfordert?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Ich rate jedem, der nicht weiß wo er anfangen soll, sich hier langsam ran zu tasten und dort anzufangen, <strong>wo es für sie/ihn am einfachsten ist. <a href="https://einfachachtsam.de/marie-kondo/">In der Regel ist das der Kleiderschrank.</a></strong> <strong>Wichtig ist es, immer erst ALLES aus den Schränken raus zu holen und sich dann bei jedem Ding zu fragen: Mag ich es wirklich? Passt es wirklich? Wann habe ich es das letzte mal getragen? Dinge, die man „für den Fall, dass…“ behält“ kann man direkt aussortieren. Super ist es, sich am Anfang seine drei Lieblingskleidungsstücke als Referenz raus zu suchen. Genau so sollten sich alle Kleidungsstücke ‚anfühlen‘, die man behält.</strong></p>
<p>Ein guter Tipp ist auch, sich am Anfang lieber ZEIT-Ziele zu setzen (z.B. <strong>heute Starte ich mit 2 Stunden ausmisten</strong>) und nicht „Heute miste ich die gesamte Küche aus.“</p>
<p>Wichtig ist es immer, <strong>Erinnerungsstücke separieren (z.B. in eine Kiste) und erst ganz am Ende, wenn man geübter ist mit dem Ausmisten, diese durchzuschauen.</strong></p>
<p>Auch das „Stylen“ der Schränke sollte wirklich erst dann starten, wenn man alle aussortiert und&nbsp; gerodet hat, sonst fängt man immer wieder von vorne an.</p>
<h2>Aufräumen im Innen</h2>
<h3><strong>Der zweite Schritt für ein aufgeräumtes Leben ist eine innere Arbeit.</strong><br><strong>Kannst du beschreiben, was wir im Innen alles aufräumen und entrümpeln können und wie das funktioniert? Das ist ja buchstäblich nicht greifbar …</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> <strong>Wenn man anfängt im Außen auszumisten, fängt man automatisch auch an, im Innen auszumisten. Man denkt darüber nach, was einem wirklich wichtig ist im Leben, was die eigenen <a href="https://einfachachtsam.de/stressbewaeltigung/">Werte</a> sind und was einem WIRKLICHEN Mehrwert ins Leben bringt.</strong> Egal ob es materielle Dinge oder <a href="https://einfachachtsam.de/mentale-staerke/">Glaubenssätze</a> und Verhaltensweisen sind, alles hängt zusammen. <a href="https://einfachachtsam.de/marie-kondo/"><strong>Das Außen räumt das Innen auf. Und anders herum.</strong></a> D.h. je nachdem, zu welchem Thema oder welcher Besitz-Kategorie man sich hingezogen fühlt, fängt man einfach an. Mir hat Meditation hier sehr geholfen und eine komplett neue Welt eröffnet. Wirklich in Ruhe und ohne Ablenkung hin zu hören, was ich brauche und was mich beschäftigt, hat mir geholfen, auch mein „Innen“ zu entrümpeln. <strong>Meditation hat mir gezeigt, dass ich mich immer auf mein Bauchgefühl verlassen kann und dass ich nicht viel im Außen brauche, um innerlich glücklich zu sein.</strong></p>
<h2>Aufräumen, und die Ordnung bewahren</h2>
<h3><strong>Wer einmal erfahren hat, wie gut sich das Entrümpeln und Aufgeräumt-Sein anfühlt, den lässt das Thema meist nicht mehr los. Und doch: Dinge sammeln sich wieder an, der Kalender füllt sich, zu viele Gedanken belagern den Kopf, man trifft sich mit einer Person, die die eigene Energie klaut.</strong><br><strong>Kannst du uns Rituale verraten, wie wir die Ordnung und den Minimalismus dauerhaft bewahren?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Auch hier ist meine Antwort tatsächlich <strong>regelmäßige Meditation und Achtsamkeit mit sich selbst.</strong> Dadurch, dass man sich positiv ausrichtet und darauf hört, was man wirklich braucht und wirklich will,&nbsp; ist es nach und nach nichts Negatives mehr sich von Dingen (und ggf sogar Menschen) zu verabschieden und danach zu leben, was einem wirklich wichtig ist im Leben. Im Gegenteil: <strong>man lernt Schritt für Schritt, wie leicht und zufrieden dieses Leben macht, da man so lebt, wie es einem gut tut.</strong> Dazu gehört auch, sich dann von Konventionen (eigenen und gesellschaftlichen) zu verabschieden, wenn sie nicht mehr zum eigenen Leben passen.</p>
<h5>Wenn ein Gegenstand kommt, darf ein anderer gehen</h5>
<p>Im Bezug auf unseren Besitz kann man versuchen, dass man immer wenn man sich ein neues Ding ins Haus holt, sich immer von etwas anderem verabschiedet, egal ob es eine Zeitschrift, ein Buch, ein Kleidungs- oder ein Möbelstück ist. <strong>Eins rein, eins raus.</strong> <strong>Somit überdenkt man seinen Konsum und die Dinge häufen sich nicht unbemerkt wieder an.</strong> Ein weiteres schönes Ritual könnte auch sein, bevor man sich etwas neue kauft (egal was) immer erstmal ein paar Tage zu warten und bewusst etwas ähnliches wahrnehmen, das man bereits besitzt. Dafür bewusst dankbar sein und sich wirklich gut überlegen, ob dieses Ding nicht auch den Zweck erfüllt und ob man das neue wirklich braucht.</p>
<h2>Verbundenheit mit der Welt</h2>
<h3><strong>Es ist schon paradox, dass wir im Überfluss leben und uns von dem Zuviel manchmal erdrückt fühlen, während andere Menschen von allem zu wenig haben.</strong><br><strong>Minimalismus, bewusster Konsum und Nachhaltigkeit hängen untrennbar zusammen – was können wir tun, um durch das eigene Handeln einen Beitrag für eine gute Gesellschaft zu leisten?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Das stimmt absolut. Ich hätte früher auch nicht gedacht, dass <a href="https://einfachachtsam.de/was-bedeutet-minimalismus/">Minimalismus</a> früher oder später ein nachhaltiges Leben mit sich zieht &#8211; und anders herum. Manche fangen mit dem Ausmisten an, mache mit der Plastikvermeidung. Ich denke es gibt da keinen besseren Weg. Mit jedem Schritt auf dem einen oder anderen Weg leisten wir bereits einen großen Beitrag.</p>
<h5>Brauche ich es wirklich?</h5>
<p><strong>Bewusster Konsum ist hier wahrscheinlich der Schlüssel.</strong> <strong>Sich bei jedem Ding, das man sich ins Haus holt &#8211; egal ob Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik usw. &#8211; sich nach und nach zu fragen, ob man es wirklich braucht und vielleicht im zweiten Schritt sogar, wie es hergestellt wurde, ist schon so viel Wert.</strong> Jeder kleine Schritt hat einen so großen Impact. Niemand kann hier perfekt sein und muss es auch nicht sein. <strong>Wir haben alle nur eine begrenzte Aufmerksamkeit und können uns nur nach und nach an die Themen heran tasten, die uns gerade interessieren. Ich habe zum Beispiel mit dem Aussortieren begonnen, um erstmal die Energie und den Raum zu schaffen, mir über andere Themen im Bezug auf Nachhaltigkeit Gedanken machen können.</strong></p>
<h2>Sich auf das Wesentliche besinnen</h2>
<h3><strong>Was besitzen wir wirklich?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Im Prinzip besitzen wir gar nichts wirklich. Außer unserer Lebenszeit. So komisch es auch klingen mag, wir sind ohne jeglichen Besitz auf diese Welt gekommen und werden sie auch ohne alles wieder verlassen. <strong>Das einzige, was wir wirklich ‚besitzen’, ist unsere Lebenszeit.</strong> Zeit für LEBEN. All die Dinge die wir haben, können uns dabei helfen dieses Leben zu führen und es schön zu machen. Aber das wichtigste ist hier die Balance. Wenn Du Dich in Deinem Zuhause umschaust: <strong>all diese Dinge waren mal Geld, all dieses Geld war mal Zeit.</strong> Arbeiten wir nur, um uns diese Dinge zu leisten? Wollen wir das? <strong>Was geben uns die Dinge wirklich?</strong> Ich finde es wichtig sich diese Fragen immer mal wieder zu stellen.</p>
<h2>Inspirationsquelle</h2>
<h3><strong>Ein gutes Buch, ein spannender Podcast, ein bleibendes Zitat, ein Lieblingslied – es gibt viele Inspirationsquellen.</strong><br><strong>Was inspiriert dich?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Oh da gibt es so viel. Mich inspiriert<strong> Ruhe und Zeit in der Natur.</strong> Mich inspirieren andere Minimalisten, allen voran <strong>„The Minimalists“ aus den USA</strong>. Sie haben einen tollen Podcast, zwei Filme und Bücher, die es glaube ich auch auf deutsch gibt mittlerweile. Auch wenn <strong>Marie Kondo</strong> keine Minimalistin ist, hat sie mich mit ihren Büchern und ihrem Blick auf Besitz auch sehr inspiriert. Außerdem liebe ich den Podcast und die Programme von <strong>Laura Malina Seiler</strong>, da sie mir helfen, mich selbst und das Leben besser zu verstehen.</p>
<h2>Gutes Netzwerk</h2>
<h3><strong>Liebe Kristina, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst.</strong><br><strong>Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchte, wo finden sie dich (Website, soziale Medien)?</strong></h3>
<p><strong>Kristina:</strong> Sehr gerne. Vielen lieben Dank für die Einladung, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. 🙂<br>Am aktivsten bin ich auf <a href="https://www.instagram.com/einquadratmeter/?hl=de" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a>. Ansonsten gibt es immer mal wieder ein <a href="https://www.youtube.com/channel/UCKxPpPHgno3fwXRx3yRBWlA?reload=9" target="_blank" rel="noopener">YouTube Video</a> von mir. Ansonsten natürlich über <a href="mailto:kristina@einquadratmeter.com">E-Mail</a> oder ganz bald auch über meine <a href="http://einquadratmeter.com" target="_blank" rel="noopener">Website</a>.</p>								</div>
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									<p><strong>Kristina</strong> &#8211; alias ‚einquadratmeter‘ &#8211; ist Minimalistin und Ordnungscoach. Sie inspiriert mit ihren Texten und Ausmist-Challenges über Instagram hunderte Menschen und lässt einen mit viel Freude und Positivität über den eigenen Besitz und Konsum reflektieren. Ist weniger wirklich mehr?</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/minimalismus-challenge-interview-mit-kristina/">Minimalismus-Challenge – 10 Fragen an Kristina von einquadratmeter</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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		<title>Selbstbestimmt Leben – 10 Fragen an Ben Münster von dailymentor.de</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2021 15:56:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge & Mindset]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Balance]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/tipps-fuer-ein-selbstbestimmtes-leben-interview-ben-muenster/">Selbstbestimmt Leben – 10 Fragen an Ben Münster von dailymentor.de</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p><em>Unser Alltag besteht aus vielen Verpflichtungen und oft langen To-Do-Listen. Für die persönliche Zufriedenheit ist es wichtig, unser Fühlen, Denken und Handeln möglichst selbstbestimmt zu gestalten. Schon kleine Elemente können manchmal einen großen Unterschied machen. </em><br /><em>Deshalb gibt Ben im Interview wertvolle und selbst erprobte Tipps für ein selbstbestimmtes Leben. </em><br /><em>Wie er es schafft, ablenkungsfrei und konzentriert zu arbeiten, auf verschiedenen Ebenen bewusst zu konsumieren und Dankbarkeit für das vermeintlich Selbstverständliche zu empfinden, um Belanglosem wenig Bedeutung einzuräumen, verrät er im Interview. </em><em>Die Achtsamkeit gilt dabei als sein Fundament.</em><br /><em>Vielen Dank, lieber Ben, für die vielen Impulse für mehr Selbstbestimmung, um bewusster zu leben und für mehr Zufriedenheit.</em></p><p><strong>Hallo Ben, stell dich in drei Sätzen vor: Wer bist du, was machst du und was treibt dich an?</strong></p><p><b>Ben: </b>Mein Name ist Ben Münster, 25 Jahre alt, gebürtiger Berliner, studierter Volkswirt, passionierter Handballer und zurzeit hauptberuflich als fachlicher Koordinator in einem E-Commerce Unternehmen tätig. Meine Leidenschaft ist der Sport, sowie der Ausbau des Online-Magazins <a href="https://dailymentor.de/" target="_blank" rel="noopener">DailyMentor</a>, welches ich mit meinem langjährigen und besten Freund Patrick Germann gegründet habe. Was mich tagtäglich aufs Neue antreibt, ist der große Wunsch der Selbstverwirklichung, die Gestaltung meines Lebens nach eigenen Vorstellungen und mein Umfeld ein Stückchen weit positiv beeinflussen zu dürfen.  </p><h2>Achtsamkeit im Alltag &#8211; um das Leben genießen</h2><p><strong>Welche Rolle spielt die Achtsamkeit in deinem Leben?</strong></p><p><b>Ben: </b>Auch wenn heutzutage Achtsamkeit schon fast als “Modewort” gilt, spielt Achtsamkeit in meinem täglichen Leben eine wichtige Rolle. Gerade bei meiner beruflichen “Doppelbelastung” mit einer normalen 40 Stunden Arbeitswoche und dem täglichen Betreuen der eigenen Website ist es mir besonders wichtig in meinem Alltag Achtsamkeit ausleben zu können. Dies umschließt besonders mein körperliches und geistiges Wohlbefinden. </p><p>Achtsamkeit ist etwas, mit dem man keinesfalls fahrlässig umgehen sollte. <strong>Achtsamkeit bildet für mich gewissermaßen ein Fundament für die eigene Gesundheit und ermöglicht mir das Leben in vollen Zügen genießen zu können.</strong></p><p>Manchmal gibt es Tage, an denen es einfach viel zu tun gibt und es mir nicht immer möglich ist auf mich so zu achten, wie ich es mir wünsche. Doch ich versuche zumindest jeden Abend etwas Zeit für mich zu finden, um mir so noch etwas Gutes zu tun und achtsame Momente schenken zu können.</p><h2>Digitale Balance &#8211; Ablenkungen reduzieren, um selbstbestimmt zu leben</h2><p><strong>Digitale Medien sind nicht mehr wegzudenken. Sie bieten viele Vorteile und zugleich zahlreiche Herausforderungen. Indem sie uns vom Aufwachen bis zum Einschlafen begleiten, versetzen sie uns durch ständige Erreichbarkeit, Entgrenzung und „Multitasking“ in andauernde Alarmbereitschaft – sie verursachen Stress.</strong> <br /><strong>In meinen <a href="https://einfachachtsam.de/seminare/">Seminaren</a> ist dies ein sehr emotionales Thema. <br />Was machst du, um dich ganz auf eine Sache konzentrieren zu können und immer mal wieder wirklich „abzuschalten“?</strong></p><p><b>Ben: </b>Da gebe ich dir vollkommen recht! Die Versuchung zum kleinen, elektronischen Tagesbegleiter eines jeden Menschen zu greifen, ist oftmals sehr verführerisch. <strong>Was ich mir seit mehreren Jahren bereits angewöhnt habe, ist, dass mein Smartphone weder Benachrichtigungssignale, noch Vibrationen von sich gibt. </strong></p><p><strong>Während meiner produktiven Fokuszeiten stelle ich mein Handy gerne in den Flugmodus und lege es meist so weit weg, dass es gar nicht erst in Griffnähe bereitliegt.</strong> Soziale Medien &#8211; abgesehen von Instagram &#8211; habe ich schon lange von meinem Smartphone verbannt. Für Instagram und viele andere Apps habe ich die Benachrichtigungen ausgestellt. <strong>Meine Devise: Potenziellen Ablenkungen auf das Minimum reduzieren, um sich von der “Macht” seines Smartphones weitestgehend freizumachen. </strong></p><p>Letztlich will ich mich bewusst dazu entscheiden können, wann ich zum Handy greifen möchte und wann nicht. In der Zeit der ständigen Erreichbarkeit und Informationsflut ist es doch manchmal auch ganz schön offline zu sein.</p><h2>Minimalismus &#8211; bewusst wählen</h2><p><strong>Weniger ist mehr: Wie äußert sich das in deinem Leben?</strong></p><p><b>Ben:</b> Ich bin selbst ein großer Freund des Minimalismus! Gerade in unserer modernen Zeit und dem westlichen Leben <strong>besteht die Gefahr des schnellen Konsums und der Ersetzbarkeit. Diese Dinge bürgen ein gewisses Potenzial, dass wir uns zu einer “Wegwerfgesellschaft” entwickeln.</strong> Zum Glück haben sich die letzten Jahre viele Gegentrends &#8211; wie auch der Minimalismus &#8211; etabliert, welche mehr und mehr von Menschen ausgelebt werden.</p><p><strong>Dabei ist mir der Kerngedanke des bewussten Konsums besonders wichtig</strong>, den jeder für sich selbst versuchen sollte zu interpretieren. Minimalismus heißt nämlich nicht nur noch mit 20 Sachen auszukommen, ein Oberteil zu tragen, in einem leeren Raum zu sitzen und nichts mehr konsumieren zu dürfen. <strong>Konsum inkludiert für mich viel mehr als nur die physischen Güter. Allgemein geht es darum seine Ressourcen und Unternehmungen achtsam und gewählt zu nutzen: Sei es wie man seine verfügbare Zeit handhabt, welche Aktivitäten man gerne ausüben möchte, welche persönlichen Beziehungen man pflegen möchte o.Ä. </strong></p><p>Nach diesem Wissen richte ich meinen Alltag aus und wende Minimalismus für mich an &#8211; öfters als es sich vermuten lässt. Was mir sicherlich noch zugutekommt, ist sowohl meine Sparsamkeit, als auch meine bewusste Lebensweise, die mich im Ausleben meiner persönlichen Definition des Minimalismus unterstützen.</p><h2>Positive Psychologie &#8211; was ist schon selbstverständlich?</h2><p><strong>Obwohl wir das Privileg haben, in einem der wohlhabendsten Länder dieser Erde zu leben, wiegen die zwanzig Minuten Verspätung oft mehr als die schnelle, sichere und komfortable Zugverbindung. Manchmal habe ich das Gefühl, der Überfluss verbaue den Blick auf das Wesentliche.</strong><br /><strong>Welchen Tipp kannst du geben, damit wir das kleine und große Glück wieder wahrnehmen?</strong></p><p><b>Ben: </b>Wie sehr du damit recht hast, Johanna! Mittlerweile wirkt vieles in unserem Leben als selbstverständlich. Viele unserer menschlichen Bedürfnisse können im Handumdrehen gestillt und befriedigt werden. Daher mein Tipp: <strong>Wieder mehr Dankbarkeit und Achtsamkeit ins eigene Leben lassen, sich an den Kleinigkeiten erfreuen, die das Leben für einen bereithält und auch das Selbstverständliche nicht als selbstverständlich anzusehen.</strong></p><p>Allein solche “Eckpfeiler”, dass es mir gesundheitlich gutgeht, ich mich mit keinem knurrenden Magen schlafen legen muss, finanziell abgesichert bin, eine erfüllende Beziehung führe und einen gefestigten Freundes- und Familienkreis habe, halten mir mein <a href="https://dailymentor.de/was-ist-glueck-definition/" target="_blank" rel="noopener">Glück</a> vor Augen. <strong>Wenn man sich dies regelmäßig bewusst macht, werden viele andere Probleme, die man aus seiner subjektiven Perspektive als so gewaltig ansieht, direkt viel kleiner &#8211; selbst die zwanzig Minuten Verspätung der Bahn.</strong></p><h2>Verbundenheit mit der Welt &#8211; sei selbst das Vorbild</h2><p><strong>Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Nach meiner Rückkehr aus Südamerika fühlte ich mich lange Zeit ohnmächtig, als Einzelne etwas für die Umwelt und ein gerechtes Miteinander in unserer globalen Welt tun zu können. Doch oft sind es ja gerade die kleinen Dinge, die große Veränderungen bewirken. <br /></strong><strong>Minimalismus, bewusster Konsum und Nachhaltigkeit hängen untrennbar zusammen – was können wir tun, um durch das eigene Handeln einen Beitrag für eine gute Gesellschaft zu leisten?</strong></p><p><b>Ben: </b>Natürlich ist es einem als einzelner mehr als oft nicht möglich eine große, globale <a href="https://dailymentor.de/mut-zur-veraenderung/" target="_blank" rel="noopener">Veränderung</a> herbeizurufen. Doch <strong>jeder von uns kann die Welt ein kleines Stückchen besser machen. Somit sollte man zuallererst bei sich mit diesem Bewusstsein starten und als gutes Beispiel für seine Mitmenschen vorangehen.</strong></p><p>Man wird niemals einen Menschen dazu zwingen können seinen Glauben zu ändern. Doch jeder von uns kann für sein Umfeld als Inspirationen fungieren. <strong>Allein schon durch das Ausführen der eigenen Verhaltens- und Lebensweisen kann man anderen Menschen neue Wege aufweisen, ohne dass man ihnen zureden oder ihnen eine Meinung “aufzwingen” muss.</strong></p><p>Als persönliches Beispiel: Ich ernähre mich seit knapp anderthalb Jahren nahezu vegetarisch und esse, wenn überhaupt alle paar Woche nur noch Bio-Fleisch. Und das in etwa nicht, weil mir jemand ins Gewissen geredet hat, sondern weil meine Freundin es mir vorlebte und ich es einfach nachgemacht habe. Ich wurde durch das Verhalten einer mir nahestehende Person inspiriert, habe das Gute erkannt und mich von selbst geändert.</p><h2>Verbundenheit mit sich selbst &#8211; Kontrolle über den Alltag haben</h2><p><strong>Mit dem Weckerklingeln springen wir oft direkt ins Hamsterrad und vergessen uns inmitten voller Terminkalender, zahlreicher Verpflichtungen und unendlicher Optionen häufig selbst. </strong><br /><strong>Wie gelingt es dir, dich mit dir selbst zu verbinden?</strong><br /><strong>Was ist deine Kraftquelle, um den eigenen Akku wieder zu füllen?</strong></p><p><b>Ben: </b>Im Alltag ist dies mit Sicherheit nicht immer einfach. Ich bin dahingehend zum Glück ziemlich resilient und habe unterschiedliche Techniken gefunden, die für mich funktionieren. Das würde ich jedem empfehlen: Verschiedene Methoden ausprobieren, ehe man abschätzen kann, was einem guttut.</p><p><strong>Manchmal ist es wirklich die absolute Ruhe und die Zeit mit mir alleine.</strong> Ich kann die Einsamkeit genießen und entziehe mich manchmal ganz bewusst und gerne der Gesellschaft anderer Leute. <strong>Dabei lasse ich gewisse Verpflichtungen, die auf sich warten dürfen, einfach liegen &#8211; als würde ich mir selber sagen “Jetzt einfach mal nicht”.</strong> Mit dieser bewussten Entscheidung versuche ich mir die Kontrolle über meinen Alltag zurückzuholen und mich nicht mehr von den unterschiedlichsten Aufgaben leiten zu lassen. Was mir ansonsten immer hilft, ist das Hören meiner Musik.</p><p><strong>Doch auch ganz konträr hilft mir regelmäßig das “Aktiv-Sein”, was meine Akkus wieder füllt. Es ist die gemeinsame Zeit mit den Menschen, die mir am Herzen liegen</strong>, die mir mit ihrer Präsenz Kraft schenken und den Rücken stärken: meine Freundin, mein Bruder, meine Eltern und meine engsten Freunde.</p><p><strong>Als “Notfallmedizin” hilft mir immer wieder der Sport.</strong> Die körperliche Ertüchtigung verschafft mir regelmäßig einen <a href="https://dailymentor.de/kopf-freibekommen/" target="_blank" rel="noopener">freien Kopf </a>und lässt mich all den Alltagsstress vergessen. Denn es lässt mich wenig nachdenken &#8211; außer an Rennen, Schwitzen und sich mit anderen sportlich zu messen.</p><h2>Vom Wissen zum Tun &#8211; früh aufstehen, um selbstbestimmt in den Tag zu starten</h2><p><strong>Gute Gewohnheiten sind der Schlüssel, um unsere Wünsche und Ziele zu realisieren. </strong><br /><strong>Gibt es eine Routine, die du täglich praktizierst?</strong></p><p><b>Ben: </b><strong>Gute Gewohnheiten können letztlich schon ganz banale Dinge sein: dass man gesund kocht, regelmäßig Sport macht, genug Wasser trinkt, ab und zu zum Buch greift</strong> &#8211; all darauf versuche ich zu achten.</p><p>Des Weiteren bin ich keiner, der den ganzen Tag nur faulenzen kann. Egal, ob ich freihabe oder nicht: Bei mir klingelt immer morgens der Wecker. <strong>Ich bin ein Frühaufsteher und habe morgens meine produktiven Stunden</strong> &#8211; auch gerne manchmal schon um 6:00, wenn andere noch schlafen. Ich mag das Gefühl vor allen anderen wach und produktiv zu sein.</p><p>Eine <a href="https://dailymentor.de/gute-gewohnheiten/" target="_blank" rel="noopener">gute Gewohnheit </a>für mich &#8211; selbst wenn man es kaum glauben mag &#8211; ist <strong>die Arbeit an und für DailyMentor.</strong> Viele der Themen aus der Persönlichkeitsentwicklung begegnen mir täglich und die Arbeit in diesem Bereich erfüllt mich zutiefst. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass ich meine Leidenschaft, zur Arbeit und guten Gewohnheit gemacht habe, der ich mich am Tag mehrere Stunden widmen darf.</p><h2>Inspirationsquelle</h2><p><strong>Ein gutes Buch, ein spannender Podcast, ein bleibendes Zitat, ein Lieblingslied – es gibt viele Inspirationsquellen. </strong><br /><strong>Was inspiriert dich?</strong></p><p><b>Ben: </b>Da gibt es einfach zu viel, weshalb ich lieber eine Auflistung mache, um ein paar meiner Lieblinge vorzustellen:</p><p><b>Speziell für den Minimalismus &#8211; Matt D&#8217;Avella: </b>Für alle, die sich gerne mit dem Thema Minimalismus und dem bewussten Konsum beschäftigen, empfehle ich die Werke und Videos des YouTubers, Podcasters und Filmregisseurs <a href="https://mattdavella.com/" target="_blank" rel="noopener">Matt D&#8217;Avella</a>. Sein <a href="https://www.youtube.com/channel/UCJ24N4O0bP7LGLBDvye7oCA" target="_blank" rel="noopener">YouTube Kanal</a> umfasst unterschiedlichste Themen des Minimalismus und Persönlichkeitsentwicklung. Seine Dokumentarfilme “Minimalism” und “Minimalismus &#8211; Weniger ist jetzt” findet man auch bei Netflix.</p><p><b>Für unternehmerische Inspirationen &#8211; Tim Ferriss: </b>Der US-amerikanischen Unternehmer, Podcaster, Angel Investor, Besteller-Autor und &#8211; so wie ich ihn gerne beschreibe &#8211; “Der-Absolute-An-Sich-Selbst-Experimentierer” hat mich stark beeindruckt. Seine Bücher kann ich nur jedem ans Herz &#8211; vor allem der Besteller “Die 4-Stunden-Woche”.</p><p><b>Der Allesmacher &#8211; Fynn Kliemann:</b> Mittlerweile in deutschen Medien sehr gut bekannt. Der Einfachheit halber, müsste man wohl eher aufzählen, was er alles nicht gemacht hat, als das, was er macht. Fynn ist einfach ein Mensch, der das Herz am rechten Fleck hat und mich die letzten Jahre stark inspiriert hat. Seine Musik ist für mich ein täglicher Begleiter (Lieblingslieder: Zuhause, Alles was ich hab, Eine Minute, Alles nur geliehen)</p><p><b>Mein aktuelles Lieblingszitat</b>: “Der sicherste Ort für ein Schiff ist der Hafen. Doch dafür sind Schiffe nicht gemacht.” (vom Schriftsteller John Augustus Shedd)</p><h2>Gutes Netzwerk</h2><p><strong>Lieber Ben, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst.</strong><br /><strong>Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchte, wo finden sie dich (Website, soziale Medien)?</strong></p><p><strong>Ben:</strong> Ich bedanke ganz herzlich bei dir, Johanna! Patrick und ich verfassen unser Wissen und unsere Gedanken regelmäßig bei <a href="https://dailymentor.de/" target="_blank" rel="noopener">DailyMentor.de </a>und sind zudem bei <a href="https://www.pinterest.de/wearedailymentor/" target="_blank" rel="noopener">Pinterest</a> zu finden.</p><p>Vielen Dank für das angenehme Gespräch und die tollen Fragen! Alles Gute!</p>								</div>
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									<p><strong>Ben Münster</strong> ist der Mitgründer von DailyMentor. Gemeinsam mit Patrick Germann konzipieren sie auf ihrer Website Persönlichkeitstests und verfassen Artikel über Themen aus der Persönlichkeitsentwicklung und Psychologie. Das Ziel mit ihrer Website ist einfach: Sie möchten ganz unterschiedliche Menschen in ihrem Alltag erreichen, helfen, inspirieren und dazu motivieren, sich neu zu entdecken.</p>								</div>
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		<title>Jammerfasten und Minimalismus – 5 Fragen an Afschin</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2020 17:34:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jammerfasten: Der Blogger Afschin erklärt, warum wir jammern, wie wir damit aufhören und wie wir mit negativen Menschen umgehen. Er berichtet über die Vorteile von Minimalismus und wie wir das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/jammerfasten-und-minimalismus-interview-mit-afschin/">Jammerfasten und Minimalismus – 5 Fragen an Afschin</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p>Jammerfasten: Der Blogger Afschin erklärt, warum wir jammern, wie wir damit aufhören und wie wir mit negativen Menschen umgehen. Er berichtet über die Vorteile von Minimalismus und wie wir das Wesentliche in Kleinigkeiten finden – vielen Dank, lieber Afschin.</p>								</div>
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									<h2>Interview mit Afschin</h2><h3><strong>Lieber Afschin, stell dich kurz vor: Wer bist du und was machst du? <br /></strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Ich bin Mann, Vater, Blogger, Grafikdesigner, Lebensforscher und liebe das einfache Leben und Minimalismus. Seit 2005 schreibe ich über <strong>lebendige Spiritualität</strong> <strong>und möchte für das Leben und das “Normale“ im Alltag begeistern und sensibilisieren.</strong></p><h2>Wir sind alle verbunden – das gibt Anstoß zur Verantwortung</h2><h3><strong>Auf deiner Website schreibst du, dass du mit 17 Jahren aus dem Iran geflüchtet bist, wie sehr dich die Flucht geprägt hat und dass du in Deutschland ein neues Zuhause gefunden hast. <br />Inwiefern hat dich dieser Weltenwechsel geprägt? Und was können wir jeweils von der anderen Kultur lernen?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Die größte Herausforderung für mich war und ist, diese zwei Kulturen in meinem Herzen zu vereinigen. Das hat mich innerlich ausgedehnt. Dadurch ist mir bewusst geworden, <strong>dass wir </strong><strong>alle durch ein unsichtbares Band miteinander verbunden sind. Unsere Art und Weise zu leben hat unmittelbar Einfluss auf das gesamte Leben. Dieses Erkenntnis hilft mir mehr Verantwortung zu übernehmen.</strong></p><h2>Jammerfasten – raus aus dem Mangel</h2><h3><strong>Auf deiner Seite bietest du einen kostenlosen Jammerfrei Minikurs für weniger Lästern und Klagen und mehr Lebensfreude an.<br /></strong><strong>Warum jammern, lästern und klagen wir so viel? Und wie schaffen wir es, diese Verhaltensmuster zu reduzieren?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Ich habe die Erfahrung gemacht, dass überwiegend Menschen jammern, denen es gut geht! Es ist paradox, aber es ist leider so. Manchen, denen es wirklich nicht sehr gut und allen Grund zu jammern und klagen hätten, jammern nicht viel. Sie schildern oft einfach ihre schlechte Situation, was auch in Ordnung ist.</p><h5>Die Perspektive wechseln</h5><p><strong>Ein Hauptgrund, warum viele Menschen jammern, liegt daran, weil sie ihren Fokus so sehr auf Mangel richten und auf das, was sie noch nicht haben bzw. haben wollen. So verlieren sie ihren Blick für das, was sie haben und was sie erreicht haben.</strong><br />Jammern ist auch eine Art Projektion! Mit Jammern, Lästern und Klagen projizieren wir das, was sowieso in uns (meist seit Kindheit) drin ist, nach Außen: Z.B. auf eine Person, eine Situation oder einen Ort.</p><h5>Jammerfasten, um eigene Muster zu erkennen und zu lösen</h5><p>Deshalb lade ich in meinem <strong>Onlinekurs Jammerfasten</strong> die Teilnehmer dazu ein, dem eigenen Verhalten bewusst zu werden und <strong>das Jammern als Anlass zu nehmen, um nach Innen zu schauen, </strong><strong>um die <a href="https://einfachachtsam.de/mentale-staerke/">eigenen Muster zu erkennen und zu lösen</a>.</strong><br /><strong>Jammern ist eine Programmierung des Egos.</strong> Das können wir nur dann abstellen, wenn wir uns dessen bewusst werden. Das bedeutet, wir sollten uns einfach dessen bewusst sein, dass wir gerade jammern und das Jammern erst einmal annehmen. Dann verliert diese Angewohnheit nach und nach an Kraft und Energie. <strong>Bewusstsein ist ein Licht. Dort wo es </strong><strong>scheint, kann keine Ego-Programmierung existieren.</strong></p><h2>Jammerfasten und der Umgang mit negativen Menschen</h2><h3><strong>Hat man für sich die Absicht getroffen, positiver durchs Leben zu gehen, begegnet man doch unweigerlich immer wieder Energievampiren, die subtil zum Mitlästern und Mitklagen animieren.<br />Wie geht man am besten damit um?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Diese Frage gefällt mir sehr gut, gerade wie du sie formuliert hast. <strong>Ich bin der Meinung, dass jede Begegnung im Leben einen Sinn hat und gibt mir die Chance zu erkennen, wie es in meinem Inneren aussieht. Und wenn ich mich entscheide, bewusst durchs Leben zu gehen, dann kann ich in meinen Begegnungen immer NUR mich selbst erkennen.</strong></p><h5>Bedürfnisse ausdrücken oder die Situation verlassen</h5><p><strong>Ein „Energievampir“ kann nur bei uns andocken, wenn wir ihm den Nährboden anbieten.</strong> <strong>Wir können hier lernen unsere Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen</strong>, indem wir versuchen das Gespräch in eine konstruktive Richtung zu lenken. So schaffen wir einen Raum, in dem sich die Situation zum Wohle aller Beteiligten entwickeln kann. Wenn das nicht möglich ist, dann müssen wir konsequent sein und die Situation verlassen.<br />Ich gebe zu, es ist nicht immer bequem, aber es ist der richtige Weg. <strong>Diese Entscheidung zu </strong><strong>treffen, bedeutet Verantwortung für sich und sein Leben zu übernehmen.</strong></p><h2>Wie Minimalismus das Leben vereinfacht</h2><h3><strong>Du schreibst, dass du das einfache Leben und Minimalismus liebst. <br /></strong><strong>Wie äußert sich das in deinem Leben und was sind die Vor- oder auch mögliche Nachteile eines minimalistischen Lebensstils?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Minimalismus ist so ein tolles Thema! Wenn man davon spricht, dann denken die meisten Menschen daran, dass sie alles loswerden und verkaufen und aus einem Koffer leben müssen. Viele fühlen sich dann in ihrer Freiheit eingeschränkt.<br /><a href="https://einfachachtsam.de/gedanken-zur-einfachheit/"><strong>Wir denken, dass „immer mehr“ besser sei.</strong></a> <strong>Wir sollen mehr verdienen, mehr reisen, mehr </strong><strong>Erfahrungen, mehr anhäufen usw. Das wird uns auch durch Medien und Werbung ständig suggeriert.</strong><br /><strong>Mehr ist nicht immer besser. </strong>Mittlerweile belegen viele Studien, dass Menschen mit weniger glücklicher sind. <strong>Je mehr Auswahlmöglichkeiten wir haben, umso unzufriedener sind wir mit </strong><strong>dem, was wir ausgewählt haben. Wir haben immer das Gefühl, dass etwas anderes vielleicht besser wäre. </strong>Mehr Auswahl bedeutet mehr grübeln!<br /><strong>Minimalismus bedeutet für mich Ablehnung sowie Einschränkung von unwichtigen Alternativen und Zerstreuung. Stattdessen fokussiere ich mich auf das, was mir im Leben </strong><strong>wirklich wichtig ist. Minimalismus erleichtert das Treffen von Entscheidungen, da unser </strong><strong>Fokus auf dem Wesentlichen liegt und was uns glücklich macht. Minimalismus nimmt uns die Angst, dass wir im Leben etwas verpassen könnten. Minimalismus hilft, dass wir uns auf einige wenige, aber wichtige Ziele konzentrierten, die wir dann auch erreichen können.</strong></p><h2>Die Wunder zeigen sich, wenn man aufhört nach ihnen zu suchen</h2><h3><strong>Ein Zitat von dir lautet: &#8222;Das Wesentliche in Kleinigkeiten zu finden, ist unser größtes Abenteuer&#8220;, und du hast Antworten auf deine persönlichen Lebensfragen im ganz normalen Alltagswahnsinn gefunden. Viele Menschen führen allerdings über viele </strong><strong>Stunden ein Leben im Autopilot-Modus und verpassen häufig die kleinen wertvollen Momente des Alltags. <br />Hast du einen Tipp, wie man diese kleinen versteckten Wunder und Lehren entdeckt?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Ja: In dem wir aufhören nach ihnen zu suchen! Mein Meditationslehrer hat mir immer wieder gesagt: <strong>„Sei einfach bewusst und tu, was du </strong><strong>immer tun willst. Dann entdeckst du in allem das Wunder des Lebens. Sie offenbaren sich dir, ohne dass du nach ihnen suchst.“ </strong><strong>Das ist zwar ganz einfach, aber nicht leicht.</strong> Es braucht Übung und man muss bereit sein, den Verstand mal abzuschalten oder zu überhören. 🙂</p><h3><strong>Lieber Afschin, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst. Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchte, wo finden sie dich (Website, soziale Medien)?</strong></h3><p><strong>Afschin:</strong> Sehr gerne. Danke für deine Einladung, Mühe und Geduld, da du so lange gewartet hast. Wer mir gerne folgen möchte, kann das am besten durch meinen Newsletter „Bitte einen Espresso“. Anmeldung und Infos auf <a href="https://www.bitte-einen-espresso.de/" target="_blank" rel="noopener">www.bitte-einen-espresso.de</a></p>								</div>
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		<title>Minimalismus leben – 5 Fragen an Christof Herrmann von einfachbewusst.de</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2020 08:20:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Christof Herrmann berichtet im Interview wie eine minimalistische Lebensweise im Alltag gelingt und zur Nachhaltigkeit beiträgt. Er teilt wertvolle Vorschläge für ein minimalistisches und aufgeräumtes Leben – vielen Dank, lieber [&#8230;]</p>
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									<p>Christof Herrmann berichtet im Interview wie eine minimalistische Lebensweise im Alltag gelingt und zur Nachhaltigkeit beiträgt. Er teilt wertvolle Vorschläge für ein minimalistisches und aufgeräumtes Leben – vielen Dank, lieber Christof.</p>								</div>
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									<h2>Interview mit Christof Herrmann</h2><h3>Lieber Christof, stell dich kurz vor: Wer bist du und was machst du? Und was ist deine persönliche Definition von Minimalismus?</h3><p><strong>Christof:</strong> Liebe Johanna, gerne doch. Ich heiße Christof Herrmann, lebe in einem putzigen 3-Zimmer-Häuschen in Nürnberg und verdiene meine Biobrötchen als freier Autor. Auf <a href="https://www.einfachbewusst.de/" target="_blank" rel="noopener">Einfach bewusst</a> blogge ich über Minimalismus, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung und Wandern.<br /><strong>Minimalismus bedeutet für mich, mit möglichst wenige Ballast zu leben. Jeder Mensch definiert diesen Ballast unterschiedlich. Meist hat es mit materiellem Überfluss, unnötigen Aufgaben und negativen Beziehungen zu tun.</strong></p><h2>Mehr Zeit für das persönlich Wesentliche   </h2><h3>Was empfindest du als die größten Vorteile einer minimalistischen Lebensweise?</h3><p><strong>Christof:</strong> Sobald man mit dem Vereinfachen beginnt, geschieht Erstaunliches. <strong>Man findet die Zeit und Muße, sich dem zu widmen, was einem wichtig ist.</strong> Statt sich durch Fußgängerzonen zu schieben, um nach Klamotten zu jagen, die sowieso nicht mehr in den Schrank passen, entspannt man sich mit einem Buch auf der Couch, wandert durch die Natur oder verbringt Zeit mit Familie und Freunden. Wer auf den Geschmack gekommen ist, verändert sein Leben von Grund auf. Ich zum Beispiel trennte mich von tausenden Dingen und wagte den beruflichen Neuanfang als Autor und Blogger.</p><h2>Ein achtsamer Augenblick des Innehaltens führt zur Selbstbestimmung</h2><h3>Wer einmal damit begonnen und das gute Gefühl des „Weniger und Aufgeräumtseins“ kennengelernt hat, den lässt das Thema nicht mehr los. Und doch holt das Leben einen oft schnell wieder ein: Die Dinge sammeln sich an, der Kalender füllt sich, zu viele Gedanken belagern den Kopf, man trifft sich doch wieder mit einer Person, die die eigene Energie klaut.<br />Welche Rituale sind dein Schlüssel zur Beständigkeit?</h3><p><strong>Christof: </strong>Ich habe mir angewöhnt, mir ein paar Fragen zu beantworten, bevor ich etwas kaufe, etwas zusage, mich verabrede oder auch ein negativer Gedanke meinen Kopf belagert. <strong>Brauche und gebrauche ich diesen Gegenstand wirklich? Kann ich diese Aufgabe noch freudvoll auf mich nehmen oder habe ich bereits ausreichend zu tun? Möchte ich mich mit dieser Person gerade wirklich verabreden? Warum taucht dieser negative Gedanke auf und was kann ich jetzt tun, damit ich das Problem dahinter angehe?</strong> Mittlerweile ist mir dieses „Inmichhineinhören“ so zur Gewohnheit geworden, dass ich meist nur paar Augenblicke dafür brauche. Natürlich gelingt mir das nicht immer. Manchmal gehe ich eine Verpflichtung ein, um jemanden einen Gefallen oder eine Freude zu tun. Aber ich habe den Ballast in meinem Leben dadurch sehr reduziert.</p><h2>Kleine Schritte mit großer Wirkung &#8211; vor allem, wenn viele sie gehen</h2><h3>Minimalismus und Nachhaltigkeit hängen untrennbar zusammen. Kannst du anhand von ein paar Beispielen erklären, wie und mit welchen kleinen dauerhaften Veränderungen der Einzelne etwas Großes für die Umwelt und ein gerechtes Miteinander in einer globalen Welt bewirken kann?</h3><p>Wir sind heute eigentlich alle schlau genug, zu wissen, was wir tun müssen, um nachhaltiger zu leben. <strong>Weniger konsumieren</strong> (mehr leben), <strong>weniger Auto fahren</strong> (mehr zu Fuß gehen, Rad fahren und die Öffis nutzen), <strong>weniger fliegen</strong> (stattdessen Urlaub auf <a href="https://www.einfachbewusst.de/2019/05/urlaub-auf-balkonien/" target="_blank" rel="noopener">Balkonien</a>, im eigenen Land oder in Ländern, die mit Bus und Bahn zu erreichen sind), <strong>weniger Tierliches essen</strong> (<a href="https://www.einfachbewusst.de/vegane_rezepte/" target="_blank" rel="noopener">mehr Pflanzliches</a> aus überwiegend regionalen, saisonalen und vollwertigen Lebensmitteln), <strong>mehr Energie sparen</strong> (auf kleiner Wohnfläche leben, energetisch sanieren, effizient heizen etc.) …</p><h2>Jeder kann kürzer treten</h2><h3>Diese Zusammenhänge sind einleuchtend und finden immer öfter auch den Weg in die öffentlichen Medien. Wenn wir doch so viel wissen und hinsichtlich des Klimawandels so lange schon wissen wo wir stehen: Warum kommen wir nicht ins Handeln? Was ist deine Erklärung dafür?<br />Ist es Verklärung, Ignoranz, Egoismus, Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, Kleingeistigkeit – oder alles zusammen?</h3><p><strong>Christof:</strong> Ich weiß es nicht. Sicher gibt es verschiedene Gründe, warum wir unseren desaströsen Lebenswandel beibehalten. <strong>Wir leben in der Ära des Zuviel. Zu viel Kram, zu viel Konsum, zu viel Arbeit, zu viel Aufgaben, Termine und Verabredungen, zu viele Wünsche und Ziele, <a href="https://www.einfachbewusst.de/2018/09/minimalismus-im-kopf/" target="_blank" rel="noopener">zu viel im Kopf</a>.</strong> Die Wirtschaft und Politik wollen das so, die Medien wollen das so und letztendlich wir selbst ja auch, weil wir das Spiel mitspielen. Aber jeder kann kürzer treten. Jetzt und heute. Erst mal im Kleinen. <strong>Die positiven Effekte treten ja schon ein, wenn man eine Stunde freischaufelt und sie für sich oder fürs Nichtstun nutzt.</strong> Solche Babyschritte fallen den anderen kaum auf. Wer Kängurusprünge macht, also das Auto verkauft, vegan lebt, nicht mehr fliegt, konsumkritisch wird, der stellt sich gewissermaßen ins Abseits. Es braucht viel Mut, Kraft und Ausdauer, das durchzuziehen. Und man wird sich teilweise neue Freunde suchen müssen. Ich habe das alles erlebt, bereue aber nichts.</p><h2>Minimalismus in der Wohnung, im Kalender, in den Beziehungen</h2><h3>Dein Buch <a href="https://einfachachtsam.de/das-minimalismus-projekt-der-ratgeber-von-christof-herrmann/" target="_blank" rel="noopener">„Das Minimalismus-Projekt – 52 praktische Ideen für weniger Haben und mehr Sein“</a> ist im September 2020 im Gräfe und Unzer Verlag erschienen. Darin gibst du viele alltagsnahe Tipps und Beispiele.<br />Kurz und knapp – deine besten Tipps für ein minimalistisches und aufgeräumtes Leben:</h3><p><strong>Christof: </strong>Die besten Tipps gibt es nicht, weil jedes Leben unterschiedliche Bereiche hat, in denen ausgemistet werden sollte. Ich mache aber gerne drei Vorschläge.</p><ol><li><strong>Ausmisten in der Wohnung &#8211; Rückwärts shoppen:</strong> Gehe mit einem Korb oder einer Kiste durch deine Wohnung und packe alles ein, was du nicht mehr (ge)brauchst. Du shoppst sozusagen im Rückwärtsgang. Die aussortierten Gegenstände verschenkst oder spendest du. Sofern du nicht verschuldet oder sehr knapp bei Kasse bist, rentiert sich ein Verkauf aufgrund des oft unterschätzten Zeitaufwands nur, wenn der Gegenstand 20 Euro oder mehr erzielen wird.</li><li><strong>Ausmisten im Terminkalender</strong> – Planlos sein: <strong>Plane einfach mal nichts.</strong> Kehre allen Verpflichtungen den Rücken zu. Lebe wie früher in den großen Ferien in den Tag hinein. Du wirst dadurch wieder durchatmen können, den Kopf freibekommen, Stress abbauen und Kraft tanken. Und es wird deine Spontanität und Kreativität fördern. Habe keine Angst, etwas zu verpassen oder als unproduktiv zu gelten. Du bist kein Roboter. Du nimmst dir frei, auch von dir selbst, weil das essenziell für dein geistiges und körperliches Wohlbefinden ist. Starte mit einem Nachmittag oder einem Sonntag. Fortgeschrittene nehmen sich vor, ein Wochenende oder eine Urlaubswoche lang nichts vorzuhaben. Kannst du die planlose Zeit nicht spontan nehmen, dann planst du sie – paradoxerweise – ein. Blockiere sie im Terminkalender.</li><li><strong>Ausmisten im Bekanntenkreis – Echte Freundschaften pflegen</strong>: Die minimalistische Lebensweise eröffnet die Chance, unsere Beziehungen zu verbessern und zu vertiefen. Wir überdenken das Erfolgs- und Leistungsstreben, Konsum und Kram verlieren an Bedeutung. Dadurch gewinnen wir Zeit für die Menschen, die uns wichtig sind. Wir können so einfacher Verabredungen treffen und uns dabei auch leichter nach unseren Freunden richten. Es ist jedoch nicht viel gewonnen, wenn wir diesen Freiraum dazu nutzen, die Anzahl unserer Beziehungen zu erhöhen. In unserer globalisierten und digitalisierten Welt sind alte Bekannte und neue „Freunde“ nur ein Billigflugticket oder eine Freundschaftsanfrage weit entfernt. Kontakte mit Tiefe und Verbundenheit entstehen auf diese Weise selten. In unseren Beziehungen sollten wir also mehr auf die Qualität und weniger auf die Quantität achten. Eine Handvoll echter Freundschaften wiegt mehr als hundert Bekanntschaften.</li></ol><h3>Lieber Christof, vielen herzlichen Dank für deine Zeit und dass du deine Gedanken mit uns teilst. Wenn meine Leser*innen mehr von dir und deinem Tun erfahren möchte, wo finden sie dich (Website, soziale Medien)?</h3><p><strong>Christof:</strong> Auf meinem <a href="https://www.einfachbewusst.de/" target="_blank" rel="noopener">Bl</a><a href="https://www.einfachbewusst.de/" target="_blank" rel="noopener">og</a>, auf <a href="https://www.instagram.com/einfachbewusst.de/" target="_blank" rel="noopener">Instagram</a> und in meinem <a href="https://www.einfachbewusst.de/newsletter" target="_blank" rel="noopener">Newsletter</a>, in dem ich einmal im Monat nicht nur meine neuen Artikel, sondern immer auch andere Lesetipps präsentiere. Du warst da ja auch schon mehrmals vertreten.<br />Ich danke Dir, Johanna. Hat Spaß gemacht, Deine Fragen zu beantworten.</p>								</div>
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									<p><strong>Christof Herrmann</strong> schreibt über <a href="https://www.einfachbewusst.de/minimalismus/" target="_blank" rel="noopener">Minimalismus</a>, <a href="https://www.einfachbewusst.de/nachhaltigkeit/" target="_blank" rel="noopener">Nachhaltigkeit</a>, <a href="https://www.einfachbewusst.de/vegane-ernaehrung/" target="_blank" rel="noopener">vegane Ernährung</a> und <a href="https://www.einfachbewusst.de/wandern/" target="_blank" rel="noopener">Wandern</a>. Mit <a href="http://www.einfachbewusst.de" target="_blank" rel="noopener">www.einfachbewusst.de</a> betreibt er den meistgelesenen deutschsprachigen Minimalismus-Blog und lebt dieses Thema seit Jahren im eigenen Alltag.<br />Nach mehrjährigen E-Mail-Kontakt durfte ich Christof im Rahmen seiner Wanderung <a href="https://www.einfachbewusst.de/e-book-deutschland-der-laenge-nach/" target="_blank" rel="noopener">vom südlichsten zum nördlichsten Punkt Deutschlands</a> in 2018 persönlich kennenlernen und ihn auf seiner letzten Etappe zum Ellenbogen in List auf Sylt ein Stück begleiten.<br />Daher weiß ich: Christof lebt, was er schreibt und schreibt, was er lebt.</p>								</div>
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		<title>Jede Krise bietet eine Chance &#8211; mein Interview in der Sylter Rundschau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johanna Katzera]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Sep 2020 14:58:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sylter Rundschau-Redakteurin Wiebke Stitz hat mir vier Fragen zu gesunder Lebensführung, den Bedürfnissen der Insulaner sowie dem Einfluss von Corona und Tourismus auf Sylt gestellt. Das Interview wurde am 18.09.2020 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://einfachachtsam.de/interview-sylter-rundschau/">Jede Krise bietet eine Chance &#8211; mein Interview in der Sylter Rundschau</a> erschien zuerst auf <a href="https://einfachachtsam.de">einfachachtsam.de</a>.</p>
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									<p>Sylter Rundschau-Redakteurin Wiebke Stitz hat mir vier Fragen zu gesunder Lebensführung, den Bedürfnissen der Insulaner sowie dem Einfluss von Corona und Tourismus auf Sylt gestellt. Das Interview wurde am 18.09.2020 in der Sylter Rundschau veröffentlicht.</p><p> </p><p><strong>Frau Katzera, in Ihren Seminaren geben Sie Impulse zu einer gesunden Lebensführung. Was hat sich durch Corona bei den Menschen geändert, was brauchen Sie jetzt dringender als in der Vor-Coronazeit?</strong></p><p><em>Das ist eine sehr allgemein gestellte Frage, dafür dass wir alle unterschiedliche Bedürfnisse und Charakterstrukturen haben und die Auswirkungen von Corona uns ebenfalls unterschiedlich betreffen.</em><br /><em>Während für die einen das Leben im Leerlauf rollte, mussten andere doppelt so viel arbeiten. Familien, Alleinlebende, Unternehmer*innen, Schüler*innen, ältere Personen – uns allen stellten sich ganz andere Herausforderungen.</em><br /><em>Generell glaube ich, dass die Auflösung der sonst oft festgefahrenen Strukturen eine große Chance darstellt: Jeder konnte für sich persönlich feststellen, was er oder sie aus dem Alltag vermisst und was Halt gibt – im Sinne von einer neuen Wertschätzung für das Gewohnte und bisher vielleicht manchmal als ganz selbstverständlich Betrachtete. Aber auch als Möglichkeit, um belastende Umstände zu beenden.</em><br /><em><a href="https://einfachachtsam.de/corona-als-chance/">Jede Krise bietet eine Chance zur Veränderung.</a> Wenn man für sich gemerkt hat, dass andere Abläufe, Inhalte oder Arbeitsbedingungen die eigene Lebensqualität erhöhen, gilt es nun, sich dafür einzusetzen und in die <a href="https://einfachachtsam.de/ziele-setzen-und-erreichen/">Gestaltung</a> zu gehen.</em></p><p> </p><p><strong>Sie leben auf Sylt. Demnach haben Sie auch die besondere Zeit des Lockdowns erleben dürfen, in der Sylt den Syltern gehörte und Gäste nicht kommen durften. Was hat das Ihrer Meinung nach bei den Syltern ausgelöst, wie wirkt es nach? Hat es bei den Gästen den Blick auf die Insel verändert?</strong></p><p><em>Das war wirklich eine ganz besondere Zeit. Ich glaube, dass viele Sylter einmal richtig durchatmen konnten, während es anderen den Atem nahm. Diese Zweiteilung setzt sich meiner Meinung nach fort. Die einen wünschen sich die Ruhe und die leeren Straßen und Strände zurück, die anderen hoffen, dass kein Bett oder Stuhl unbesetzt bleibt. </em><br /><em>Wie es nachwirkt? Es hat sensibilisiert. Und durch das Ausbleiben der Gäste die Bedeutung des Tourismus in allen Hinsichten vor Augen geführt. </em><br /><em>Bei den Gästen erlebe ich eine neue Wertschätzung für das Reisen, aber auch Ignoranz und eine „Jetzt-erst-Recht-Haltung“. </em><br /><em>Nicht vergessen sollten wir, dass wir alle irgendwo einmal zu Gast sind und zudem, das greift jetzt vielleicht etwas weit, aber: auch alle auf dieser Erde nur Gäste sind. </em><br /><em>Deshalb sollten wir – Sylter und Gäste gleichermaßen – verstehen, dass unsere kurze Lebensspanne mit den persönlichen Interessen nicht alles ist und einen <a href="https://einfachachtsam.de/weniger-ist-mehr/">anderen Motor als den maximalen finanziellen Gewinn</a> in den Vordergrund rücken.</em><br /><em>Es geht um Respekt. Dem anderen und der Natur gegenüber.</em><br /><em>Man kann die Situation der kleinen Insel auf die große Welt übertragen: Im Sinne der Nachhaltigkeit muss ein Umdenken passieren. Nicht noch mehr Angebote, noch größere Veranstaltungen, noch mehr Gästebetten, sondern langsamer, weniger, stiller. Qualität statt Quantität eben. Sylt könnte eine Vorbildfunktion als nachhaltig gestaltete touristische Destination einnehmen und so ein starkes Zeichen setzen. Das sollte eigentlich im Interesse aller sein.<br />Corona hat gezeigt, wie schwer Einschränkungen und Verzicht zu akzeptieren sind. Aber auch, wie viele Menschen sich engagieren und achtsam sind. Und dass Veränderungen möglich sind.</em><br /><em>Für mich greift der Lockdown der Insel daher deutlich tiefer: Für mehr Nachhaltigkeit muss aus dem Umdenken endlich ein anderes Handeln erwachsen. Im Strukturellen genau wie im Handeln des Einzelnen. Nicht nur auf der Insel – überall.</em></p><p><em>Ich habe dazu auf meinem Blog einen eigenen Artikel veröffentlicht. <a href="https://einfachachtsam.de/corona-krise-und-chance/">Corona: Krise, Herausforderung und Riesenchance.</a></em></p><p> </p><p><strong>Grundsätzlich leben wir in einer sich schnell entwickelnden Welt, die in vielerlei Hinsicht viel von uns fordert. „Work-Life-Balance“ ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebensanspruches geworden. Kann es aber nicht sein, dass wir dadurch zu sehr um uns und unsere Befindlichkeiten kreisen? Wo wird der Blick auf die anderen vermittelt? Gehen Sie darauf ein?</strong></p><p><em>Ich glaube, dass wir den Blick auf die anderen – im Sinne eines guten Miteinanders – nur dann aufrichtig richten können, wenn wir selbst in unserer Kraft und Mitte sind. Und ich glaube auch, dass unsere schnelle Welt voller Möglichkeiten, Termine, Displays und E-Mails uns oft aus unserer Mitte reißt. </em><br /><em>Im Vorwort meines Buches <a href="https://einfachachtsam.de/buecher/selbstfuersorge-buch-verlauf-dich-nicht/">„Verlauf dich nicht“</a> schreibe ich über die Erfahrungen meiner Auslandsaufenthalte in einfachen Verhältnissen „(…) Ich habe gelernt, dass man bei sich und nicht gleich mit der ganzen Welt anfangen sollte. Ich habe gelernt, dass es einfach ist, sich über das große Ganze zu echauffieren und sehr schwer, sein eigenes kleines Leben aufgeräumt zu halten. Ich habe gelernt, dass ein kleines aufgeräumtes Leben große Wellen schlagen kann. (…)“ </em><br /><em>Deshalb geht es in meinen <a href="https://einfachachtsam.de/seminare/">Seminaren</a> vorrangig um Achtsamkeit für die eigene Lebensordnung und darum, vom Außen ins Innen zu kommen. Dass eine bewusste Lebensführung aber den Blick auf die anderen beinhaltet, ist für mich selbstverständlich und wird jeder erfahren, der sich mit den Themen auseinandersetzt. Das eigene Denken, Handeln, Konsumieren geht immer in Resonanz.</em><br /><em>Da schließt sich auch der Kreis zur vorherigen Frage. Ich möchte Impulse geben, damit wir uns wieder mehr auf das Wesentliche besinnen. Für die eigene Zufriedenheit und im besten Fall für mehr Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit über das eigene Leben hinaus. </em><br /><em>Für Themen wie Achtsamkeit, Minimalismus, Verbundenheit zur Natur und zu sich selbst brauchen wir nicht viel. Weniger ist mehr. Und das ist toll. Diese leise Seite der Insel als Gegenpol zu Konsum und Luxus darf gern etwas lauter werden.</em></p><p> </p><p><strong>Die Insel ist voll, die Sylter Tourismusmaschinerie läuft wieder auf vollen Touren. Die Saison wird länger dauern als in den Jahren zuvor und auch die Buchungen für das nächste Jahr versprechen eine hohe Auslastung. Was bedeutet das für die Menschen, die in der Gastronomie und Hotellerie arbeiten und nach dem Grundsatz verfahren müssen, dass der Kunde König ist? Wie können Sie zur Ruhe kommen, was kann ihr Arbeitgeber ihnen Gutes tun?</strong></p><p><em>Als Mitarbeiter sollte man seine eigenen Kraftquellen kennen und diese als festen Bestandteil in den Alltag integrieren. Es ist oft so, dass wir die Selbstfürsorge als erstes vernachlässigen, wenn uns alles über den Kopf wächst. Dabei laden wir den eigenen Akku genau dabei auf. </em><br /><em>Generell bauen wir durch dreißig Minuten Bewegung bereits Stresshormone ab und kommen in einen Zustand der Entspannung. Diese Zeit sollte man sich in stressigen Phasen immer nehmen, um in der eigenen Balance zu bleiben. Das muss kein Training sein – ein Spaziergang reicht völlig aus. Allerdings ohne Smartphone.</em><br /><em>Als Dienstleister geben wir alle viel. Da gilt es, immer gut in Verbindung mit sich zu bleiben, um sich nicht komplett im Außen und im Geben zu verlieren. Der Kunde kann nur dann König sein, wenn man auf sich selbst mindestens genauso gut achtet. </em></p><p><em>Mitarbeiter wünschen sich allen voran Wertschätzung. Da reichen manchmal wenige Worte des Arbeitgebers, die den großen Unterschied machen, oder eine monetäre Anerkennung nach einem guten Monat bzw. einer guten Saison. Der Mitarbeiter will sich und seine Leistung gesehen wissen.</em><br /><em>Klare und transparente Kommunikation bei der die guten und schlechten Dinge sachlich auf den Tisch kommen ist für eine gute Zusammenarbeit und eine positive Entwicklung des Unternehmens unerlässlich. Das muss gar nicht lang dauern, aber erfolgt im besten Fall regelmäßig. Wir können nicht wissen, was dem anderen auf dem Herzen liegt oder was die persönliche oder geschäftliche Situation gerade bedarf. Ehrliche Kommunikation erfordert Mut, macht aber vieles leichter und besser.</em></p>								</div>
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